Tja, was könnte das wohl sein? Ein Ruinenhüpfer (lat. Ruinus hopsicus). Jemand, der von Ruine zu Ruine springt? Oder einer, der in einer Ruine herumspringt? Und wenn ja, wie oft und wie hoch? Wärs ein Säugetier? Oder ein Mensch mit komischem Hobby? Fragen über Fragen. Ich kann alle beantworten: Ich bin ein Ruinenhüpfer. Und zwar haargenau deshalb, weil ich von Ruinenmauer zu Ruinenmauer springe, Ruinenmauer runter, Ruinenmauer rauf. Heute mittlerweile in einem römischen Bad. Naja okay, in einem ehemaligen römischen Bad. Ganz so, wie Idefix es auch machen würde! In der Kapellenruine habe ich mich sittsamer verhalten. Da ist das ganze Ambiente dann doch ein bisschen anders, als in so einem römischen Bad.... 

Wir waren bei Pfofeld, in der Nähe von Gunzenhausen. Kapellenruine und römisches Bad sind angeschrieben. Die Kapelle zwischen Pfofeld und Dornhausen nicht zu übersehen. Das Bad liegt am Limeswanderweg. 

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Heute beschäftigen wir uns mit der Frage, ob Holzwürmer, die das Gebälk eines Kirchleins ansägen, (schein)heilig dadurch werden ...? Mit jedem bisschen ein Stück mehr Heiligenschein? Wir haben nichts dergleichen feststellen können. Allerdings haben wir auch keinen der Damen und Herren Bohrer gesehen. Wir sind nur im Holzmehl rumgelatscht. Wo? Können wir nicht sagen, sorry. War an einem Lost Place, über den wir unverhofft gestolpert sind. Eigentlich waren wir in dem Gebiet, um uns die Ruine einer Kirche anzusehen. Das haben wir auch getan, ein sehr schöner Platz, sehr stimmungs-, und friedvoll. Wenn man weiß, von welcher Seite man die Kirche fotografieren muss. Es gibt nämlich eine Ansicht, da ändert sich dieser Eindruck radikal. Das hat hauptsächlich mit dem Baum zu tun, der vor dem ehemaligen Eingang wächst. Selten eine so grimmige Buche gesehen! Sehr speziell, das!

Wie wir zu unserem Lost Place kamen? Zufällig. Wir trafen eine sehr freundliche Einheimische, die uns den Tipp gab. Das sind so die kleinen Geschenke, die einem das Herz erwärmen. 

Zurück am Auto hatte ich unvermutet Herrenbesuch bekommen! War ganz nett, der Typ. Auch wenn er zum Schluss etwas aufdringlich wurde. 

Die Kirchenruine befindet sich bei Übersfeld im Landkreis Donauwörth. 

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Passend zum 11.11. haben es sich einige Witzbolde unter den Bäumen heute nicht nehmen lassen, uns in ihrem Faschingskostüm entgegen zu treten. Gibt´s nicht? Wohl! Man muss nur wissen, wo man suchen muss! Und dann ein bisschen nett sein, lieb gucken, an den Nachbarsbaum pinkeln ... wir hatten heute den Knollenblätterbaum, den Knubbelwichtelbaum und den, der denkt, er sei ein Huhn und müsse Eier legen. Bei Letzterem waren wir uns nicht ganz sicher, ob der ein bisschen schizo ist oder ob es sich um sein Faschingskostüm handelt. Ich glaube, das wusste er selbst nicht. Danach hatten wir noch den Apfelmethusalem, der war aber definitiv echt. Viel zu alt, für solche Kindereien, trug die Jahre sichtbar auf der Borke. Die Feldahorndrachen ... hm ... da bin ich mir auch nicht sicher. Wenn kostümiert, dann waren die Kostüme verdammt echt! Zum Schluss habe ich es mir natürlich nicht nehmen lassen, auch mal in eine andere Haut zu schlüpfen. Nein, nicht in die des Eichhorns. Aber ganz nah dran. Miau. Achja: und einen Hutanger haben wir auch noch entdeckt! Schöne, alte Eichen! :-) 

Wir waren am Flüglinger Berg bei Weimersheim/Weißenburg und haben dort die Baumwesen rund um die Streuobstwiesen bewundert. Klare Ausflugsempfehlung für die Zeit der Obstbaumblüte! Es muss dann herrlich sein dort! 

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Die Fufi hat in einem Buch einen Ort gefunden, den wir auf keinen Fall länger links liegen lassen konnten. Vergessene Orte sind noch immer das Stichwort. Nun gehört es in der "Szene" zum guten Ton, die genauen Daten der tollen, vergessenen Orte, die man gefunden hat, nicht zu verraten. Es könnten ja Hinz und Kunz hinlatschen und da rumrandalieren oder was klauen oder was anzünden oder was weiß ich. Ohne zur "Szene" gehören zu wollen, halte ich das für absolut in Ordnung und auch sinnvoll. Bloß wenn man um einen Ort zu dem diverse gut ausgeschilderte Wanderwege führen, ein großes Geheimnis macht, dann finde ich das reichlich albern. Deshalb kann ich auch sagen, wo wir heute gewesen sind. Bei Schloss Greifenstein mit seinen vergessenen Gärten. Das Highlight ist die gotische Kapellenruine im Wald dort. Ja und die ist ausgeschildert. Einstmals war sie keine echte Ruine, sondern nur im Ruinenstil gebaut (den Trend scheint es schon länger zu geben. Wir haben ja schließlich auch eine im Garten), doch dann verfiel sie immer mehr, die Vandalen zogen vorbei, die Hunnen wahrscheinlich nicht, jedenfalls ist sie jetzt eine richtige Ruine. So kanns gehen! Sieht aber supertoll aus und wir haben auch die Antwort auf die Frage gefunden, was dem edlen Kurzhaarcollie besser steht als eine (oder zwei) Burgruinen? Genau. Die Ruine einer Kapelle. Wir haben uns danach noch was anderes angeschaut und wo das war, verrate ich nicht. Wegen Hinz, Kunz und den Vandalen. Aber grandios wars! Ich natürlich immer vorneweg, egal, welche Löcher im Boden klafften! Verlassene Häuser ... liebe Leute, ich hätte nicht gedacht, dass das so faszinierend sein kann! 

Ein besonderer Dank geht heute ans Wetter, das von Sonnenschein auf der Hinfahrt, bei Ankunft auf düster geschaltet hat und alles in dichten Nebel tauchte. Sehr stilecht, das muss ich schon sagen! Nachdem wir die verlassenen Orte besucht hatten, kam wieder die Sonne raus. Was will man mehr?! 

Schloss Greifenstein befindet sich ganz in der Nähe von Heiligenstadt bei Bamberg und ist von dort gut ausgeschildert. 

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Ein bisschen seltsam ist das alles schon. Seit die Fufi und ich damit angefangen haben, nach Orten zu suchen, die ein wenig aus der Zeit gefallen sind, stolpern wir praktisch darüber! Wie es aussieht, scheint das zum Selbstläufer zu werden. Heute zum Beispiel. Die Ruine Helfenberg bei Velburg i.d.Opf. hatten wir auf dem Plan. Die wollten wir uns ansehen. Sie war dann auch recht beeindruckend. In den Bäumen ächzte und sang der Wind. Als würden unsichtbare Türen (oder Sargdeckel) aufgehen, als würden verlorene Seelen jammern und klagen. Das hatte was! Aber wir wollten ja noch ein bisschen laufen, also sind wir vom Schlossberg wieder abgestiegen, zu einem netten Wanderweg, (Gegenwind, eiskalt, pfiff durch alle Ritzen, das Gejammer war aber weg und Sargdeckel sind auch keine mehr aufgegangen), bis zu einem Wegekreuz. Da sah man ein bisschen was von einem alten Bauernhof. Das Haus wirkte vernachlässigt und verlassen. Das wird doch nicht ... natürlich sind wir hin. Und tatsächlich! Der Hof war nicht mehr bewohnt! Spinnweben an den Türen, eingeschlagene Fenster ... ich finde, dass nichts an so einem vergessenen Haus eindrucksvoller ist, als die Fenster. Wie ein Blick in vergangene Zeit. Auch hier waren noch Vorhänge da - jemand mochte wohl Blüten, ich glaub, Magnolie gern ... ein Mädchenzimmer vielleicht? Faszinierend, faszinierend, faszinierend! Ich bin echt gespannt, wie das noch weiter geht!  

 

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07
Nov
Umwerfend

Der Titel ist heute Programm. Es war nämlich so toll, dass es die Fufi umgehauen hat! Kein Witz! Wir habens im Bild. Die Erklärung ist so einleuchtend, wie einfach: für ein gutes Foto geben wir alles, die Fufi und ich! Es hat sich aber auch gelohnt! Da sind im Wald bei Reinwarzhofen (das ist in der Nähe von Thalmässing) stille, dunkle Keller in den Fels getrieben. Vorratshaltung für Geister, würde ich mal frei Schnauze sagen. Da lagert man die Gespenster ein, die man im Haus gerade nicht braucht. Im trockenen Dunkel bleiben sie schön frisch, können sich an Groll und Alptraum sattfressen, bis man sie zu den Rauhnächten wieder ins Dorf holt, wo sie mit der wilden Jagd umgehen können... glaubt ihr nicht? Dann geht hin und seht es euch selbst an. Wir waren da! Umwerfend. Wie gesagt! 

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06
Nov
Hexenring

Wir waren heute morgen doch ein kleines bisschen überrascht, die Fufi und ich, als wir geradewegs in einen Hexenring gestolpert sind. Für alle, die glauben, wir spinnen nur rum: als Hexen-, oder Feenring bezeichnet man halbrunde oder ganz runde Pilzkolonien, bei denen sich das Pilz-Myzel in alle Richtungen gleich schnell ausgebreitet hat. So die sachliche, die vernünftige Erklärung dafür. Uns gefällt natürlich die phantastische Deutung, die die Namen Hexen-, oder Elfenring andeutet, wesentlich besser! Das passt - nach unserer Meinung - viel besser zu dem bemerkenswerten Hutanger mit seinen alten Bäumen, den wir heute besucht haben. Wir waren beim Anger von Klingenhof. Der kann mit einigen wirklich sehenswerten Baumveteranen aufwarten, ist insgesamt aber anders, als ich erwartet hatte. Die meisten "Hutebäume" sind hier mächtige Fichten. Bäume, die irgendwie an zusammengeklappte Regenschirme erinnern. Oder wie eine schreckhafte Dame, die ihre Unterröcke rafft. Richtig super, da. Und dann gibt es im Ort noch ein ganz besonderes Haus. Ein schönes, lustiges Haus, übervoll mit bunten Punkten. Mit dem armen Maler, der die alle draufgepinselt hat, hätte ich nicht tauschen wollen. Aber super sieht es schon aus. Irgendwie total witzig. 

 

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Ja, heute ist ein besonderer Tag! Deshalb gibt es zwei Blogeinträge. Ich habe nämlich heute Geburtstag. Ich bin noch in einem Alter, in dem man es sagen kann: ich werde heute zwei Jahre alt! Und natürlich nicht nur ich, sondern auch meine Geschwister! Von einigen habe ich Babyfotos bekommen und unser Ziehpapa Rainer hat mir freien Zugang zu seiner Foto-Schatzkiste gewährt, da habe ich mich natürlich bedient. Ist aber sauschwer gewesen, nicht alle Fotos zu nehmen. Aber naja, für die nächsten Geburtstage müssen ja noch welche übrig bleiben ... ;)

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05
Nov
Sagenhaft!

Es ist kein Zufall, dass wir momentan verstärkt auf Sagen, Legenden, verlassene Gebäude und ähnliches konzentrieren. Der Winter schleicht ins Land und nicht immer wartet er mit zauberhaften Landschaftsbildern auf. Deshalb nehmen wir nun verstärkt Ziele aufs Korn, bei denen eine etwas düstere Lichtstimmung eher förderlich ist. Heute waren wir auf dem Sagenwanderweg im Heidenberg bei Kammerstein unterwegs. Auf 22 Infotafeln werden die jeweiligen Sagen erzählt, noch ein paar geschichtliche Hintergründe und einiges mehr. Logisch, dass es an dem einen oder anderen Platz alles, nur nicht geheuer ist. Da ist zum Beispiel die Fraischsäule am Kupferweiher. Ungefähr an diesem Ort wurden der Augsburger Bote Jorg Santwerfer und der Nürnberger Kutscher Balthasar Baumgärtner von Kumpanen des Raubritters Konrad von Absberg geschnappt und auf irgendwelche Burgen in der Oberpfalz gebracht. Nach einem Vierteljahr konnten sie fliehen. Diese Säule ... ich weiß nicht. Die hat mir überhaubt nicht gefallen. Näher als zwei Meter bin ich nicht rangegangen. Ging einfach nicht. Irgendeine Erinnerung an diesen Raubritter ist da noch herumgegeistert ... 

Unser nächstes Ziel war das Steinkreuz mitten im Wald. Dort soll ein leichtsinniger Fuhrmann zu Tode gekommen sein und muss jetzt auf dem steinernen Kreuzbalken sitzen, mehr oder minder unsichtbar. Da wartet er, bis er erlöst wird. Also mit dem hatte ich überhaupt kein Problem! Er hat gleich davon erzählt, wie spaßig es ist, arglose Wanderer zu erschrecken. Der hat richtig Spaß da oben, auf seinem Kreuzbalken und machte mir gar nicht so den Eindruck, dass er auf Erlösung wartet. Dafür war er viel zu gut drauf. Und als er gehört hat, dass ich heute Geburtstag habe, ist er beiseite gerutscht, damit ich auf mit rauf konnte, auf seinen Kreuzbalken.

Zuletzt waren wir beim Luderloch. Dort sollen Teufelsbeschwörungen stattgefunden haben und im Berg soll angeblich ein Schatz verborgen sein, der von einem Hund bewacht wird. Das Übliche hier also. Ich hab nur einen Hund dort gesehen und der war ich! Teufel ... hmja, vielleicht hat es ein bisschen schweflig gerochen da ... aber zu Wort gemeldet hat er sich nicht. 

Schön, ist der Sagenwanderweg. Natürlich haben die Fufi und ich den Hauptweg immer wieder verlassen, um noch schnell ein paar finstere Baumpersönlichkeiten mitzunehmen ... kann ich nur empfehlen. 

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04
Nov
Buh!

Die Fufi hat ein neues Thema für unsere Fototouren gefunden. Lost Places! Klingt abenteuerlich, ist es auch. Für den Anfang waren wir heute bei einem alten Wasserwerk in der Nähe von Greding. Ein seltsam düsterer Ort!  Die Art, wie die Sonne sich davor drückt, das Haus in wärmendes Licht zu tauchen, ist schon etwas sehr seltsam. Das Tal, in dem sich das Wasserwerk befindet, ist ziemlich eng, die Hänge werfen lange Schatten. In den hohen, dunklen Bäumen rauscht der Wind und immer wieder treffen uns eisige Wassertropfen, obwohl es nicht regnet. Die Haustür ist von Spinnweben überzogen, hat aber ein modernes Schloss. Im Hof gibt es Reifenspuren, jedoch keine Menschenseele weit und breit. Spitz ragen die Giebel in den Himmel, an einem Erker steht ein kleines Fenster ein wenig offen. Man kann die Gardinen sehen, als ob noch jemand im Haus wohnen würde. Überall liegt unordentlich Zeug herum, das Grün wuchert ungebremst. Mir hat es da gefallen. Ja, wirklich. Ich hätte mich dumm und deppert schnüffeln können! Die Fufi wollte sich nicht zu lange dort aufhalten. Überbordende Phantasie hat sie gesagt. Ich hab ein bisschen in mich reingekichert deshalb, aber das ist mir daheim vergangen, als ich die Fotos gesehen habe. Auf manchen befinden sich in der rechten oberen Ecke mehrere Lichtpunkte, so, wie es aussieht, wenn die Fufi ins Gegenlicht fotografiert. Nur ... Gegenlicht war da nicht. Die Sonne befand sich genau auf der entgegen gesetzten Seite. Gespiegelt hat sich auch nichts, da waren nur Bäume! Auf einem Bild, dem vom Hof, befindet sich ein heller Fleck direkt vor der Haustür. Als käme gerade etwas heraus... was ihr davon haltet, liegt bei euch... Klar ist: immer, wenn ich künftig ein Halstuch mit entsprechenden Motiven trage, sind wir bei einem Ort, der aus der Zeit gefallen ist (oder etwas in der Art). Über die Halstücher könnte ich mich auch auslassen, in die habe ich mich gestern Hals über Kopf verliebt. Buchstäblich. Ich sammle die jetzt. 

Zum Kaisinger Tal muss ich noch was sagen. Es gibt dort sehr schöne Sinterterrassen, richtig große, mit viel Moos und glasklarem Wasser. Ein magischer, sehr romantischer Ort. Schilder weisen darauf hin, dass dies ein Naturschutzgebiet ist, dass Hunde an der Leine zu führen sind, die Wasseroberfläche nicht betreten werden darf (wer bitte, betritt - außer Jesus - eine Wasseroberfläche????) usw. usf. Doch man lässt die Terrassen verwahrlosen, hoch und üppig wächst das Gestrüpp. Auf der gegenüberliegenden Seite ist fast der gesamte Wald abgeholzt worden und um dorthin zu kommen, ist man mit schwerem Gerät kurzerhand durch das Bachbett gefahren. Zwar sind keine der Terrassen zerstört worden, doch förderlich ist sowas ganz sicher nicht. Man darf nun gern darüber nachdenken, was einem Naturdenkmal mehr Schaden zufügt: ein frei laufender Hund oder ein Harvester der durchs Bachbett pflügt. Sowas ärgert mich. Echt! 

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Da hatten wir es gestern schon latent gruselig, aber heute wurde es noch besser! Wir latschen an der Schwarzach entlang und was sehen wir? Eine Lache von Blut. Mitten auf dem Weg und noch nicht trocken! Waren wir am Schauplatz eines Verbrechens? Was kann da passiert sein? Leiche war keine mehr da. Keine Schleifspuren sichtbar. Da hat sich jemand bemüht, den Tatort - vom Blut abgesehen - so unauffällig wie möglich zu verlassen! Um das Blut verschwinden zu lassen, dafür fehlte wahrscheinlich die Zeit. Ich gehe ohnehin davon aus, dass es sich um Totschlag und nicht um Mord gehandelt hat. Immerhin fand das Ganze mitten auf dem Wanderweg statt, wo jederzeit Leute vorbeikommen können. Etwas abseits im Wald wäre es sicherer gewesen. Ich denk, da hat es jemandem den Schalter rausgehauen und batsch! Aus die Maus. Wohin er die Leiche geschafft hat - keine Ahnung. In der Nähe war sie definitiv sie nicht mehr, ich hätte sie gerochen! Jaaa, okay, es wär auch möglich, dass ein Jäger da seine Beute abgelegt hat, bevor er sie ins Auto lud. Oder ein Angler mit einem Riesenfisch. Ein Waller vielleicht ... in der Schwarzach? Waller? Müsste ich mal googeln... wie es auch sein mag: Mörderisches Franken ist immer und überall! 

Wir waren im Schwarzachtal und sind von Burgthann aus in Richtung Rasch gelaufen. Hübsch da. Auch ohne Blutlache und überbordende Phantasie von Hund und Fufi. Was? Ein Foto? Nein! Die Fufi hat das Blut nicht fotografiert! Ein Mindestmaß an Pietät besitzen wir dann doch! 

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Seit langer Zeit wird in meiner Familie das Foto einer geheimnisvollen Geisterhündin von Generation zu Generation weiter gereicht. Es zeigt eine lang verschollene Ahnin, die, von einem Fluch getroffen, im Kerker einer fast vergessenen, verfallenen uralten Burg gefangen ist. Gestern ist mir das Foto in die Pfoten gefallen. Oh, die Arme! Ein zügelloses Ding soll sie gewesen sein, wild und unbeugsam. Käme sie frei, hole sie alles Widerspenstige zurück,heißt es, alles Unbestechliche, den Aufruhr, den Widerstand, gegen Gesetz und Obrigkeit. Das alles ist mir gestern wieder eingefallen. Die Fufi ist fast geplatzt vor Begeisterung, als sie das hörte. Nun sind wir ja ein fürchterlich gutes Team und so haben wir uns die Nacht um die Ohren geschlagen, in alten Büchern gewühlt, die Königin der Hexen um Rat gebeten, ein paar Rituale zelebriert, den Akku der Kamera aufgeladen und sind am Morgen losgebraust. Wohin? Zur vergessenen Burg natürlich. Wo die liegt? Wollt ihr nicht wissen. Ein finsterer, düsterer Ort, an dem die Sonne nicht scheinen mag, an dem der Wind eine andere Stimme hat, wo seltsame Geschöpfe hausen und jeder Baum ein dunkles Geheimnis birgt. Kein Weg führt hin, nur ein steinernes Labyrinth, das jeden verschlingt, der ihm nicht gewachsen ist. Auf die Zeichen sollten wir achten, ist uns gesagt worden. Das haben wir getan. Wir haben alles gegeben, die Fufi und ich. Mit meiner Nase und ihrem Scharfsinn und ja, geben wir zu, auch mit etwas Zittern und Zaudern haben wir sie gefunden. Um sie zu befreien, haben wir uns ganz genau an das gehalten, was die Königin der Hexen uns gesagt hatte. In den Bäumen heulte der Sturm, die Wolken kamen von Norden und brachten Widerstand. Jetzt ist sie frei, die Geisterhündin meiner Familie und sie wird kommen ... heute Nacht, wenn die Uhr schlägt...   

 

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Wir haben ja schon öfter darüber gesprochen, dass ich Mäuse jagen muss, wenn ich sie rieche, höre oder gar sehe, das herrliche Jagderlebnis aber zum blanken Horror mutiert, wenn ich so einen Nager erwische. Nun, heute hat mir nichts das Hallali vergrätzt. Ich habe schnüffeln, anpirschen, springen, fliegen, rennen können, ohne dass mir eine der bescheuerten Mäuse zwischen die Zähne gekommen wäre. Aber (!) denen habe ich gezeigt, wo der Hammer hängt, das könnt ihr mir glauben! Die trauen sich nicht so schnell wieder aus ihren Löchern!! Hahahahaha.... 

Achso, vielleicht noch ein Wort darüber, wo wir gewesen sind: am Hofberg oberhalb von Obermässing und haben ein weiteres Mal vergeblich versucht, die alte Burg anzuschauen. Egal, wie wir es auch anstellen - es bleibt immer ein halb bewohntes, halb verfallendes Anwesen, bei dem Moderne und Moder derart verschwimmend verquickt sind, dass sich echt nicht mehr viel Burgartiges entdecken lässt. Und dabei kann die Fufi fast alles schönfotografieren... hier ... naja. Aber auf dem Hochplateau lässt sich super nach Mäusen jagen. Von daher eine klare Ausflugsempfehlung von mir! 

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Thannbachschlucht. Bis gestern nie gehört. Dann auf einmal stand der Name im Raum, nachdem die Fufi bei ihren Recherchen im Internet darauf gestoßen war. Logo, dass wir heute gleich hingeheizt sind und das Ding in Augenschein genommen haben. Ja, war hübsch da. Hat uns gefallen. Auch so ein Ort mit seinem eigenen Reiz, besonders wenn man wie wir, kurzerhand den Weg verlässt und steil den Berg runter bis zum Bach und dann in dessen Bett entlang latscht. Wir wären ja nicht wir, wären wir nicht mindestens einmal pro Ausflug ohne Weg unterwegs. Nasse Pfoten hat heute nur eine bekommen: ich. Vielleicht sollte ich auch mal über die Anschaffung von Wanderschuhen nachdenken.  

Wir sind in Altenthann bei Burgthann gestartet (hier etwa eine halbe Stunde für Sightseeing durch den kirschkerngroßen Ort auf der Suche nach einer passenden Parkmöglichkeit einplanen), sind durch die Thannbachschlucht (sie ist ein Teil des Jakobsweges) in Richtung Rummelsberg gegangen, von dort am Mauschelhof (Nomen est omen?) vorbei und mit Blaustrich wieder zurück hinauf nach Altenthann. 

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27
Oct
Luxusproblem

Die Fufi quält sich momentan mit einem Luxusproblem herum: sie kann nicht aufhören, in Gold-, Orange-, und Rottönen erglühende Laubwälder im Gegenlicht zu fotografieren. Ja klar, das erledigt sich ab morgen von selbst (sofern man dem Wetterbericht glauben kann), aber gestern und auch heute hat sie sich kaum zurückhalten können. Das war ganz knapp, dass sie nicht jeden Meter unserer Wanderung im Bild festgehalten hat. Die Frage ist nur, ob es ein Zuviel von diesem wunderschönen Licht und den Farben geben kann. Besonders, wenn man sich vor Augen hält, dass diese Tage wohl die letzten leuchtenden dieses Jahres sein werden. Ein bisschen Wehmut schwingt da schon mit, das muss ich zugeben. Und wenn dann der Wind in die nur noch lose an den Ästen hängenden Blätter fährt und man eingehüllt wird in einen Regen voller fallender, golden leuchtender Blätter, dann ist das einfach ... zauberhaft. Wohl dem, der diese Naturschönheiten sehen und genießen kann. Wie leer wäre mein Dasein und das der Fufi und von Mr. Spaßfaktor, wenn man diesen Blick nicht hätte. Die ganze Wanderung heute wäre dann sinnlos gewesen. Wir hatten Eindrücke, Ausblicke, Rundumblicke, Langsichten, Weitsichten, Einsichten, Absichten ... oh... tschuldigung. Bin ein bisschen übers Ziel hinaus geschossen. Ups. 

Wir waren bei Kinding im Altmühltal und sind den Kindinger Burgenweg gegangen. Der ist etwas über 9 km lang, führt von der Klause bei Kinding auf dem Bergrücken entlang zu Hügelgräbern, Burgställen und endlich bei Unteremmendorf zu dem dortigen Torfelsen. Zurück geht es im Tal am Waldrand entlang. Ich kann die Wanderung nicht genug empfehlen. Ausgeschildert ist sie bestens! 

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Das war mal ein Festessen, heute! Aber mal ehrlich: bei der Location war auch nichts anderes zu erwarten. Ich könnte jetzt ja behaupten, dass ich maßgeblich daran beteiligt war, dass dieses Reh letztlich auf den Tellern der Fufi und von Mr. Spaßfaktor gelandet ist, aber erstens mag ich mich nicht mit fremden Federn schmücken und zweitens bin ich ja kein Jagdhund. Niemals gar nie nicht würde ich einem Reh nachlaufen. Geschweige denn, es küchenfertig abzuliefern. Ist nicht mein Ding, sorry. Ich bin Hütehund. Wie bin ich denn jetzt darauf gekommen? Achsoja, das Festessen. Dem voraus ging eine absolut traumhafte Wanderung am und um den Velburger Burgberg, diverse Felsgebilde und Lichtstimmungen, die man einfach nur als Geschenk bezeichnen kann. Erleben, sehen, (fotografieren, würde die Fufi sagen), genießen. Traumhaft. 

Wir waren bei Velburg in der Oberpfalz. Das Reh auf den Tellern der Fufi und von Mr. Spaßfaktor gabs beim Gasthof/Hotel/Brauerei Winkler Bräu in Legenfeld. Und nachdem wir das jetzt so öffentlich vermerkt haben, gibt es beim nächsten Mal vielleicht einen ... hm ... Bonus.... Rehbraten auch für den Hund? Zum Beispiel? 

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Heute hatte ich mal eine Konfronatation der ganz anderen Art. In Gauchsdorf (das ist so ein typisch fränkisches Dörfchen, nett, niedlich, harmlos - sollte man meinen) gibt es einen Geflügelhof. Wie es sich gehört, darf sich das Federvieh im Freilauf bewegen. Nur ... das Freilaufgehege grenzt direkt an die Straße. Und also sind wir daran vorbei gekommen und ich sah mich von einen Moment zum anderen Aug´in Aug´mit meinem potentiellen Abendessen. Fast wär mir der Appetit vergangen! Die haben einen so starren Blick, so einen latente Hysterie schwingt unter der ganzen Truppe und erst der Oberhahn! Ich will ja nicht schlecht reden, aber der ist für mich definitiv ein Choleriker, leidet unter Bluthochdruck und zu hundert Pro unter einer dissozialen Persönlichkeitsstörung! Knallrot. Der Kamm, die Kehllappen (ja, ich weiß, dass die zur Kühlung da sind!) und sogar die Augen! Es hätte mich kein Stück gewundert, wenn der direkt vor meiner Nase geplatzt wäre! Den hätte ich auf der Stelle als Zwischenmahlzeit genommen. Hahn to go! HA! 

Wir sind im Aurachtal gewandert. 

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Heute weiß ich gar nicht, wo ich anfangen soll. Wir hatten irgendwie alles und doch gar nix. Ein Teil des Wasser-, und Mühlenwanderweges hat es sein sollen. Von der Sippelmühle bis ...? wollten wir gehen. Im Prospekt wird das recht nett beschrieben: "...entlang von unzähligen Quellen ... romantisches Labertal ..." 

Der Anfang lief noch gut: ich wurde direkt vom Auto weg von einem netten Kameraden begrüßt. Ich dachte ja erst, mich trifft der Schlag. Die Fufi macht den Kofferraumdeckel auf und neben ihr steht ein anderer Hund! Das hat mir erst nicht so gepasst. Aber dann habe ich doch gesehen, dass der ganz nett war. Dann hat der dichte Nebel, durch den wir uns hin gekämpft hatten, für eine herrlich düster-mystische Stimmung gesorgt. Diese Stimmung allerdings war dann irgendwann nur noch düster, als wir merkten, dass die Wegführung vollständig sinnfrei (die Fufi hat noch ganz andere Bezeichnungen dafür gebraucht, das kann ich euch sagen!) verlief. Von wegen entlang von unzähligen Quellen ... da kam man überhaupt nicht hin! Der Weg führte konsequent weg vom Fluss, noch weiter weg von den Mühlen - die sich ohnehin auf der anderen Seite der Laber befanden. Einziger Lichtblick: die neuen Wanderschuhe der Fufi haben voll funktioniert. Trotz gummistiefelverdächtigem Terrain, hat sie keine nassen Füße bekommen! Ja, Wasser hatten wir schon. Im nassen Gras und im Laub. Unter Aufbietung aller Kräfte, haben wir uns immerhin bis zur Laber durchgeschlagen! Zum Schluss wurde es dann noch hitverdächtig. Völlig versteckt und begraben unter Falllaub, haben wir ein Bächlein gefunden, das dabei ist, Tuffkaskaden entstehen zu lassen. Offensichtlich kümmert sich niemand darum. Echt schade. Bei der Heimfahrt hat uns noch die Eisenbahnbrücke von Deining beeindruckt. Die Fufi ist extra nochmal zurückgefahren, um sie zu fotografieren. Wir mussten beide an die Ballade "Die Brück´ vom Tay" von Theodor Fontane denken. (Aber ja, meine Lieben. Natürlich bin ich auch ein an Literatur interessierter Hund!) 

 

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Als Hund von Welt bin ich natürlich an jeder Form von Kreativität interessiert. Auch wenn ich manchmal nicht so ganz verstehe, was den jeweiligen Künstler bei seiner Arbeit getrieben hat. Diese Echse am kleinen Brombachsee etwa. Sonnenanbeterechse? Hat ja durchaus seine Berechtigung, denn ohne Wärme wars das mit der Beweglichkeit, bei diesen Spätdinosauriern. Oder das Gebilde am Hafen des Großen Brombachsees. Das habe ich gar nicht kapiert. Was isn das? Ne Windmühle? Oder Flügel?! Der Kormoran, der ein Stückchen weiter auf einem Pfeiler saß, die Flügel zum Trocknen ausgebreitet, der hatte schon eine Ähnlichkeit ... ja, man könnte die aufgestellten Schilder lesen. Schon klar. Aber so bleibt es doch viel spannender. Seine eigene Geschichte dazu entwerfen - da sind wir dann wieder bei der Kreativität und einem an Kunst interessierten Hund. 

Wir waren am Hafen - Hafen! Klingt nach ganz schön viel, oder? Ist es auch. Es ist der größte Binnensegelhafen Deutschlands, mit 600 Wasser-und 150 Landliegeplätze und anderem beeindruckendem Schnickschnack mehr.  Hoppala. Da krieg ich ja gleich Respekt ... außerdem gibts da noch die schwimmenden Ferienhäuser. Damit liebäugelt die Fufi schon länger... mal ein Wochenende in einem schwimmenden Haus? Könnte was haben. Keine Ahnung, ob Hunde da erwünscht sind, Kunstbanause ... äh ... Kunstinteressierter hin oder her. Ups, jetzt hab ich mich aber verquatscht! Ich wollte doch bloß noch sagen, dass wir vom Ramsberger Hafen zur Großen Sperre gelaufen sind... 

 

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22
Oct
Platt

Ich habe keine Ahnung, wie das hat passieren können, aber die Fufi und ich sind nach unserer Tour heute komplett platt. Als hätten wir eine anspruchsvolle Bergtour hinter uns. Naja, ein bisschen so ist es ja auch gewesen. Ein Berg war da, ein schöner, schmaler Pfad und weite Ausblicke ins Tal. Dazu noch eine karge, sehr spezielle Vegetation, ein kleines Naturschutzgebiet sogar. Wärs denn möglich, dass wir den Mount Gungolding bezwungen haben? Kann doch sein, oder etwa nicht?! Schaut euch die Fotos mal an! Weiß denn jemand, wie hoch wir gestiegen sind? Und die Baumpersönlichkeiten, die wir am Wegesrand getroffen haben, sprechen doch wohl auch für sich! Ein Baum, wie eine Flamme. Die Hexen-, oder Kräuterweibleinbuche und der Buchenkrieger, den sein kämpferisches Leben deutlich gezeichnet hat... Wahnsinn, solchen Individuen zu begegnen! Ja und natürlich (!) haben wir sie für euch fotografiert! Is ja klar! :) 

Wir waren in der Wacholderheide von Gungolding im Naturpark Altmühltal. Der Weg ist Teil des Altmühltal-Panorama-Weges. 

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Auch die Schwarzachklamm bei Schwarzenbruck ist so ein Plätzchen, das man immer wieder aufsuchen kann. Im Sommer war es herrlich erfrischend dort, ich hatte viel Spaß am und im Wasser. Ja, doch. Wenn alle Positionen stimmen, (Mondstand, Lichteinfall, Temperaturverhältnis Luft/Wasser, persönliche Tagesform ... usw. usf.) kann auch ich Spaß im Wasser haben. Ich bin ja sogar heute rein!! Nur mit den Pfoten natürlich. Die Jahreszeit ist ja nun doch schon etwas weiter fortgeschritten. Aber für ein gutes Foto machen wir ja fast alles, die Fufi und ich. 

Die Schwarzachklamm war heute jedenfalls ein gutes Ziel. Niemand außer uns unterwegs, buntes Laub, schroffer Fels, rauschender Fluss. Das volle Klischee. Könnte man meinen. 

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18
Oct
Wow!

Ich hatte ja schon mal davon gesprochen, dass wir Plätze, die auf uns einen ganz besonderen Reiz ausüben, in unregelmäßigen Abständen öfter aufsuchen. Heute haben wir dem Ruf der Steine und des dunklen Waldes mal wieder nachgegeben. Die alten Steinbrüche bei Wendelstein. Da gibt es eine Felswand, die man über einen etwas versteckten Nebenweg erreicht, immer düster ist es da, still und geheimnisvoll. Das Erlebnis bleibt jedes Mal gleich faszinierend. Dort - besonders dort! - kann man sich leicht vorstellen, wie es wäre, durch ein Portal in eine andere Welt zu treten. Wirr liegen gefallene Baumriesen und Felsblöcke herum. Das Moos kriecht stumm darüber. Ein par goldene Blätter gaukeln von oben herab. Es raschelt, es knackt, es schweigt. Sonne und Schatten, irgendwo der Wind, irgendwo ein Traum, irgendwo Ragan, Mhia und Rafnagldar ... ups, bin ein bisschen abgeschweift. Sorry. Jedenfalls hatten wir ne super Zeit heute dort. Wir trafen außerdem Lotta, ein noch junges Großpudelmädchen. Wir sind durchs Unterholz getobt, war richtig schön. Natürlich hat die Fufi ein paar Fotos von uns gemacht. Danach sind wir wieder in unsere Zauberwelt zurückgekehrt und haben prompt einen Drachen getroffen. Nein, Herrschaften, das ist nicht fabuliert. Das entspricht den Tatsachen! Foto anbei. 

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Heute sind wir den Morsbachtalweg gegangen, der führt von Morsbach über die Pfannenstielleiten nach Emsing und auf der anderen Seite des Tales wieder zurück. Das liegt in der Gemeindung Markt Titting und gehört schon zum Naturpark Altmühltal. Sehr lieblich, ruhig und malerisch ist es da. Und ein Farbleuchten haben wir wieder erleben dürfen, einfach nur herrlich. Die Fufi fotografiert allmählich mehr Laubbäume, als mich. Wie ich das finde, darüber muss ich noch nachdenken. Aber ich glaub, das erledigt sich bald von selbst. Die werden ihre Leuchtblätter nicht mehr lange halten können. Ich hingegen halte mich garantiert noch länger ... hihihi. 

 

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Hätte ich das nur bleiben lassen! Da will ich wissen, wie der Text dieses Kinderliedes lautet und hör mir das Ding an... jetzt hab ich so ein Pfeifen im Ohr und muss dauernd darüber nachdenken, wie dieser Müller mit seiner Schlafstörung umgeht! Was wirdn das fürn Mehl, wenn der Typ Tag und Nacht hellwach ist?! Aber lassen wir das. Wie bin ich denn überhaupt darauf gekommen? Achso ja: wir sind heute ein Stück den Mühlenweg hinter Eckersmühlen gelaufen. Geklappert hat da zwar nichts mehr, aber schön wars trotzdem. Noch ein wenig Oktoberleuchten, weite Wiesen, das war genau das Richtige für mich! Besonders gut hat mir die Mühle in Hofstetten bei Hilpoltstein gefallen. Nicht mehr im Betrieb, leider, aber trotzdem mit ganz viel Charme. Wie ich höre, geht dieser Weg noch weiter, das werden wir uns dann wohl demnächst mal antun ... äh ... anschauen müssen. 

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Nun kommt es ja nicht so häufig vor, dass man sich als Hund auf Golfplätzen und Friedhöfen aufhält. Ich habe heute beides getan. In den Golfplatz sind wir mehr oder weniger hinein gestolpert, weil er uns im Weg war. Außen rum gehen war nicht. Also mitten durch. Die Fufi hatte immerhin ein Poloshirt an! Der Rest ... nicht ganz uninteressant, muss ich sagen. Da karren irgendwelche Typen dubiose Sachen in komischen Wägelchen umher oder schleppen schwere Taschen herum. Dann stellen sie sich hin, kramen einen Metallschläger aus ihrem Gepäck und schicken damit einen kleinen Ball auf Flugreise. Das hat mich interessiert! Der Ball und diese ominösen Gepäckwägelchen sowie die Taschen. Da hätt´ ich schon gerne mal einen Blick reingeworfen! Aber das hat sich nicht ergeben. Also sind wir weiter. 

Der Friedhof war schon eine ganz andere Hausnummer. Namentlich handelt es sich um den Rosenfriedhof. Der befindet sich in Dietkirchen/Opf. und wurde vom damaligen Pfarrer Johannes Weis gestaltet. Es gibt ausschließlich schmiedeeiserne Grabkreuze und alle Gräber sind ausschließlich mit roten Rosen bepflanzt. Ein wunderbarer, melancholischer, stimmungsvoller Ort den ich freundlicherweise betreten durfte. 

Und dann haben wir uns noch ein Geotop angesehen! Die Doggerfelsen bei Niederhofen, einen Steinwurf von Dietkirchen entfernt. Das ist eine Sandsteinfelswand samt Felsenkeller, mit einem der größten Gesteinsaufschlüsse im Eisensandstein. Ist als Geotop eingestuft und soll super wertvoll sein. Gehört mit 150 m Länge und 10 m Höhe offiziell zu den 100 bedeutendsten geologischen Naturwundern Bayerns. Es ist nur ein bisschen schade, dass sowas nicht besser wertgeschätzt wird. Da fällt einem offenbar nichts besseres ein, als direkt davor Wertstoffsammelcontainer aufzustellen, sowie einen Parkplatz für die Nutzfahrzeuge einer nahegelegenen Firma anzulegen. Sowas find ich schade. Von wegen geologisches Naturwunder Bayerns! Die Fufi hat sich sehr bemüht, die Felswand so zu fotografieren, dass man nur Naturwunder sieht.  

Den Rest der Wanderung bildeten wie immer am Wegesrand aufgelesene kleine Kostbarkeiten. 

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Ja, mir ist bewusst, wie die Überschrift klingt. Aber mal ehrlich: wenn ich Obermorsbacher Tal geschrieben hätte, würde das einen großen Unterschied machen? Ich glaube nicht. Mir war bis dato die Existenz einer Kartoffelsteppe ebensowenig bewusst, wie die des Obermorsbacher Tales. Dort sind wir heute nämlich gewesen. Ein Kleinod, würde ich sagen. Es war so sehr freundlich, dieses niedliche, kleine Tälchen, hat sogar in einem Schattenloch mit einem ganzen Haufen von Tautropfenjuwelen, funkelnder Spinnennetze und strahlender Gräser aufgewartet. Und die Farben! Herbstglühen. Oktoberleuchten. Eine Strahlkraft, als ob es kein Morgen mehr geben würde. Es schwingt ein wenig Wehmut mit, in diesem verschwenderischen Licht. Wie eine fulminante Abschiedsvorstellung. Die hätte im Übrigen beinahe auch dieses behämmerte Reh gegeben. Vielleicht zehn Meter vor mir springt es auf und rast ... nicht wirklich weg. Eher schräg auf mich zu, bemerkt seinen fatalen Irrtum, schlägt einen Haken und findet dann doch noch die richtige Richtung: weg vom Hund! Natürlich habe ich der Versuchung widerstanden. Ist ja klar. Aber über die Frage, ob Rehe Alzheimer bekommen können, müssen die Fufi und ich noch reden. 

Kartoffelsteppe ist übrigens ein Synonym für Niemandsland. Unseres heute, also das Obermorsbacher Tal befindet sich zwischen Morsbach, Großnottersdorf und Mantlach. Alles klar? 

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11
Oct
Versteckt

Fast hätten wir sie nicht gefunden. Die Felsenkeller von Deining in der Oberpfalz, mein ich. Da sind wir den Kreuzweg gegangen, bis zu den drei Gipfelkreuzen (!!!) rauf, über die Wiese wieder runter, ausgerutscht, in Schafskötteln gelandet - gottseidank nicht ich. Hätte mir meinen weißen Pelz doch total versaut, sowas. Die Fufi mal wieder. Gottseidank ist dieses Mal die Kamera heil geblieben. Und das bisschen Kacke ... naja, das steckt sie mittlerweile weg, die Fufi. Die Keller habens dann aber voll rausgerissen! Die sind wirklich sehenswert! In einem Hohlweg, einer kleinen Felsschlucht in den Stein getrieben... richtig Klasse! Hobbingen, Auenland, Andrasta, was immer man sich vorstellen mag. Auch der Steinbruch, den wir danach noch aufsuchten (im besten Wortsinn, suchten!) hat seinen Reiz. Gutes Schuhwerk ist anzuraten, aber das muss ich mittlerweile ja nicht mehr extra erwähnen. Auch nicht, dass wir wie üblich vorwiegend weglos herumgestiefelt sind. Damit man auch ja seinen Hinternklatscher auf nassem Gras hat bzw. vor Dreck starrende Schuhe / Pfoten. Nervt manchmal, muss aber so sein. Irgendwie. 

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10
Oct
Wegweiser

Weil unsere heutige Tour im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser gefallen ist, gibt es die ultimativen Herbststimmungen von und mit dem Gärtla und mir bei den herbstlichen Impressionen.... da hat der Wetterdödel nicht aufgepasst und wir konnten eine Regenpause nutzen ... ätschebätsch zu spät wieder angefangen zu regnen.... 

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Wir wissen ja alle um die düstere Seite meiner Fufi, die immer wieder zum Ausdruck kommt. Nicht umsonst spüre ich mit meiner Schnüffelnase immer wieder Ruinen und andere Düsterkeiten auf. Heute hat uns die Spur zu Kellern geführt, die an der alten Straße von Thalmässing nach Waizenhofen mitten im Wald liegen. Alte Kilometersteine gibt es dort auch. Diese Straße war in früher Zeit, als noch mit Pferdefuhrwerken gefahren wurde, gefährlich. Ziemlich steil, bei Nässe auch noch rutschig wie Seife. So mancher Fuhrmann ist dort tödlich verunglückt. Ist klar, dass es da nicht geheuer ist, oder? Und dann die Keller. Schweigend liegen sie am Rand der Straße, sehr still, sehr düster. Alle sind mit Brettern vernagelt, als wolle man verhindern, dass etwas, das dort drinnen ist, nach draußen kommt. An einem Keller... da war was komisch. Ich kann nicht sagen, was es gewesen ist, aber ich habe etwas gerochen ... nicht am Leben, aber auch nicht tot ... nicht mehr an die Gesetze der Lebenden gebunden ... niemandem verpflichtet... nicht böse, aber auch nicht gut ... nicht hell, nicht dunkel ... wie diese Keller irgendwie dazwischen. Es war, als würde etwas dort warten, um durchgelassen zu werden. Ob die Keller Portale sind, Tore zur Unterwelt? Die Fufi war begeistert.  

Das war die Düstervariante unseres heutigen Ausflugs. Nicht weniger dramatisch war ein Ereignis am Rande: Maus to go die nächste. Ja, ich hab mal wieder so ein Mäuschen erwischt. Das ist eine ganz blöde Sache. Mir schmecken die Viecher nämlich absolut nicht! Ich bring sie nicht runter! Hab sie im Maul, kaue drauf rum und bete, dass die Fufi mir mein leckeres Futter unter die Nase hält, damit ich den ekelhaften Nager endlich ausspucken kann! Das ist ein echtes Problem: einerseits ist da was in mir, das mich dazu bringt, diese minderbemittelten Mäuse zu fangen, andererseits weiß ich aber ganz genau, wie gut mein Futter schmeckt. Das totale Dilemma! Gottseidank hat die Fufi mich bisher jedes Mal gerettet .... 

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Was macht man, wenn die eigenen Wurzeln in Schottland liegen und das Wetter hierzulande very scottish spielt? Genau. Man spielt mit. Geht ganz einfach.

Zubehör/Anleitung: Ein Kurzhaarcollie, vorwiegend menschenleere Landschaft, Hochnebel oder Wolkenfetzen, die sich in den Bäumen verheddern, mindestens eine Kamera, eine Fufi, ein gerüttelt Maß Wetterfestigkeit und eine überbordende Phantasie. Schon kanns losgehen! Die Motive liegen einem einfach so vor den Füßen! Man muss sie nur sehen! So kann aus scottish franconia auch leicht Mittelerde werden - oder das Reich der Stürme oder oder oder... vorstellbar ist alles! Und manchmal, ja manchmal, wird aus der Vorstellung Wahrheit. Die Dame Linde haben wir heute gefunden. Definitiv. Sie steht zwar eigentlich im Hof von Ibenhag, doch die Fufi und ich wissen, dass sie, wenn sie will, auch an anderen Orten wurzeln kann ... :) ich liebe das! 

Achja, fast vergessen: Wir waren in Waizenhofen oberhalb Thalmässing bei der dortigen Lindenallee und sind übers Hochplateau bis zur Dame Linde ... äh ... der begehbaren Linde gelaufen. Wasserdichte Schuhe sind bei dieser Witterung ratsam, geht hauptsächlich durchs Gras - und das ist nass! 

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06
Oct
Niemandsland

Heute sind wir an einem Ort gewesen, an dem wir nicht hätten sein dürfen. Weil das so ist, außerdem absolut geheimnisvoll und spannend klingt, kann ich natürlich nicht verraten, wo genau das war. Nur soviel: schön wars! Hat sich gelohnt. Dummerweise hat das Licht mal wieder nicht mitgespielt. (Wenn man sie braucht, scheint sie nicht, die blöde Sonne und wenn man sie nicht braucht, glüht sie vom Himmel. Dämliches Ding!) Deshalb haben wir uns darin ergangen, Porträt-, Renn-, und Flugaufnahmen von mir zu machen. Ich mach das ja richtig gern! Sonne hin oder her. Ich seh immer gut aus. Sagt die Fufi. Und die muss es ja wissen! 

 

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05
Oct
Hutanger

Nein, ein Hutanger ist kein Acker mit einem Hut auf dem Kopf. Das kommt von "hüten" und von Grasland (aus dem althochdeutschen und/oder westgermanischen, weil ich das ja fließend spreche). Im Nürnberger Land und den benachbarten Regionen nennt man so seit langer Zeit Weideland unter alten Bäumen. An manchen Orten werden diese Hutanger noch genutzt, an anderen sind sie kaum noch wahrnehmbar, manchmal ganz verschwunden oder, wie bei Engelthal und Krönthal der "Frennat-Hutanger", richtig schön erhalten! Tolle alte Bäume - die so ganz anders wirken, als in einem normalen Wald. Absolut sehenswert. Ganz super kommen diese alten Baumweiden bei eiskaltem Wind und Regen, das gibt dem Ganzen etwas Schwermütiges, Düsteres. 

Mein Geschirr habe ich heute zum Fotografieren anbehalten. Nein, nicht wegen der nasskalten Witterung! Es ist neu und passt farblich ganz genau zur Jacke der Fufi. Wie? Die sieht man nicht? Also ich hab sie gesehen. War gar kein Problem. ;)

 

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Also ich hab für Sagen und Legenden ja echt was übrig. Und dass es auf Burgruinen und in alten Gemäuern spukt, finde ich einigermaßen faszinierend. Aber wenn das ausgerechnet ein schwarzer Pudel sein soll, dann wirft das für mich einige Fragen auf. Wieso denn bitteschön ausgerechnet ein Pudel???? Kurzhaarcollie müsste das heißen! Schon allein wegen der Tatsache, dass einem edlen Kurzhaarcollie nichts besser steht, als eine Burgruine. Und wer sieht nachts schon einen schwarzen Pudel? Der kann da rumeiern, so lange er will, kriegt keiner mit! Ein Kurzhaarcollie hingegen, schön und elegant, zieht immer die Blicke auf sich! Dann wäre das mit dem Bewachen von gold-, und edelsteingefüllter Truhe, verschüttetem silbernen Ritter, brennender Burg undsoweiter wie die Sage erzählt, garantiert anders gelaufen. Aber ganz anders, Herrschaften!  

Wir waren auf den Burgruinen Rumburg und Rundeck auf dem Burgenweg im Anlatuertal.  

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Die Fufi hatte die Steinerne Stadt schon lange auf dem Plan. Heute waren wir dann endlich dort. Im Veldensteiner Forst. Mindestens sechs Wölfe gibt es da. Nur so nebenbei gesagt. Das Pärchen, das seit 2018 dort lebt, hat im vergangenen Monat zum zweiten Mal vier Welpen aufgezogen ... ob ich sie gerochen oder gehört habe, bleibt mein Geheimnis .... Kein Geheimnis sind die faszinierenden Felsgebilde, die es dort überall zu entdecken gibt. Die Steinerne Stadt ist kolossal. An anderen Stellen hat man das Gefühl, auf dem Grund eines längst vergessenen Meeres zu laufen. Es fällt nicht schwer, sich vorzustellen, wie die Felstürme vor was weiß ich wievielen Jahrtausenden, Riffe im Meer gewesen sind. Ja, doch. Ich hab mir das vorstellen können. War gar kein Problem. Ich hab ja schließlich Phantasie. Und die Höhlen haben einen mühelos in die Steinzeit versetzt. Gedanklich natürlich. Der Eichkatzlweg war der Brüller am Rande. :) Achja: ne kleine Sensation haben wir heute auch. Auf einem der Fotos ist die Fufi mit drauf! Mr. Spaßfaktor hat sie fotografiert, während sie mich fotografiert hat... :)

Das war ein spannender Tag! Ein Tag der Unsichtbaren: Wolfsrudel irgendwo, Tethysmeer längst vergangen, geheimnisvolle Höhlen ... bei mir sind keine Wünsche offen geblieben. Das Beste aber ist, dass es dort noch jede Menge dieser Felsbastionen zu entdecken gibt. Felsentore, Höhlen .... man kann sich die Füße platt laufen, da. 

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30
Sep
Sturm!

Ich hatte ja schon mal darüber fabuliert, dass wir manche Ziele sehr gerne öfter anfahren und sie nie so sind, wie beim letzten Mal. Ganz besonders gilt das für den Sehnsuchtsort der Fufi, den Brombachsee. Der ist ja in unserer Welt das fränkische Meer. Logo, dass wir da hinheizen müssen, wenn Sturm ist. Dramatische Wetter-, und Wolkenstimmungen en masse! Klasse! War echt nicht zu toppen! Manche der Brecher, die reingelaufen sind, waren fast 30 cm hoch!! ;)) Und weils zur finsteren Wetterstimmung so gut gepasst hat, habe ich gleich mal bewiesen, dass ich, als sanftes Dinchen bekannt, auch anders gucken kann, als immer bloß lieb. In mir schlummert ein wilder Pirat! Aber echt, hey!! 

 

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Das war heute ein ganz toller Tag! Ich war ja erst ein bisschen skeptisch, von wegen Kraftortwanderung. Da haben sie eine Wanderroute zusammengestellt, die zu veschiedenen "Kraftorten" um Velburg in der Oberpfalz führt. Die Burgruine, die herrliche alte Buche, der Pfad, das Hohlloch und die Wallfahrtskirche St. Wolfgang. Dann gibts noch einen Geheimtipp, den kann ich aber leider nicht verraten, sonst ists ja kein Geheimtipp mehr. Allerdings war dieser Geheimtipp für uns das Highlight der Wanderung. Wären wir da dran vorbei gelatscht, hätte mächtig was gefehlt. Wer die Fotos aufmerksam ansieht, erkennt den Geheimtipp. :)

Alles sehr sehr schön! Nur eins haben wir bemängeln müssen: der Weg ist miserabel ausgeschildert. Die Steinmännchen, die angeblich den Weg weisen sollen, sind nur fragmentarisch vorhanden. Ohne meine Spürnase (und die Bayern App) wäre es ganz schnell Essig gewesen, mit der Freude am Kraftortwandern. Da sollten sie nochmal nachbessern! 

Davon abgesehen: eine traumhaft schöne Tour! (Die Audioanleitungen zum Meditieren haben wir uns allerdings geschenkt. Ich hab eh kein Wort verstanden. Muss ich auch nicht, als Hund ... als Dinah) 

Infos zu der Kraftortwanderung gibt es auf der Homepage von Velburg.

 

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26
Sep
Aufstand!

Jawohl, meine sehr verehrten Damen und Herren, hier wird der Aufstand geprobt!! Wir erheben uns geschlossen gegen diese gehäufte Anzahl unzutreffender Wettervorhersagen! Es ist nicht hinnehmbar! Auch heute wieder musste sich die Fufi in eine viel zu warme Regenjacke gehüllt, durch den Steckerlaswald* quälen! Man hat es fast nicht mit ansehen können! Angesagt war - mal wieder - Dauerregen. Starke Bewölkung, längere Aufheiterungen so gut wie ausgeschlossen. Und was hatten wir? Sehr lange Aufheiterungen, milde Temperaturen knapp unter 20°. Sogar mir in meinem Multifunktionsfell ist es fast zu warm geworden. Deshalb habe ich auch dieses Spiel begonnen: versteck mich, damit mich der nächste Wetterbericht nicht findet!! 

* fränkisch für einen Kiefernwald, in dem die bis weit obenhin kahlen Stämme wie Stöcke stehen. Steckerla halt. 

Wir waren bei den Steinbrüchen bei Wernsbach. 

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Wir hatten noch herumgefrotzelt, wie unzutreffend der heutige Wetterbericht doch sei. Dauerregen? Dass wir nicht lachen! Viel zu warm hatten sich die Fufi und Mr. Spaßfaktor angezogen. Regenjacken. Haha! Völlig übertrieben. Wir gingen los, den Ludwigskanal entlang, bei Burgthann bis zur Elfriede. Ja ich weiß, Elfriede ist kein Ortsname. Die Elfriede, die ich meine ist auch kein Ort, sondern ein Schiff. Ein Treidelschiff. Wie das geht? Man bindet ein Pferd vor ein Schiff (am besten in einem Kanal wie dem Ludwigskanal, im offenen Wasser ist das ein bisschen schlecht praktikabel, es sei denn, man hat ein Wasserpferd) und lässt es ziehen. König Ludwig I von Bayern hat diesen Ludwigskanal schaufeln lassen. Im 19. und 20. Jahrhundert war das am Ende ein 172,4 km langer Wasserweg zwischen der Donau bei Kehlheim und dem Main bei Bamberg. Heute ist der Ludwigskanal einfach bloß schön romantisch, mit hohem Schilf zu beiden Seiten, hübschen Schleusenwärterhäuschen, kleinen Wasserfällen an manchen Schleusen und am Distellochdamm Schafe auf der Weide. Nett, wie die geguckt haben, als sie mich sahen. Und ich? War sehr zufrieden mit meinem Job als Model. Schafe hüten ... ach, ich weiß nicht. Ich glaub, da macht man sich ganz schön dreckig. Da lauf ich lieber meinem Ball hinterher, wie man auf aussagekräftigen Bildern sehen wird. 

Achso ja: und am Ende hat uns der Regengott als Rache für unsere Wetterspöttelei am Anfang noch ordentlich abgewaschen. 

 

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Das hat am Anfang nicht so ganz gut ausgesehen. Wir kommen zur Burgruine Kallmünz, die echt ein Schmuckstück ist, wie mir die Fufi vorher verraten hat und was müssen unsere tränenden Augen sehen? Ein Gerüst am Palas, Plastikplanen und ein Baustellenfahrzeug. In die andere Richtung vom fotogenen Torbogen gesehen, eine malerische Dixi-Toilette. Fast unmöglich, den wirklich schönen Torbogen zu fotografieren, ohne Baustelle oder Klo auf dem Bild zu haben. Am Ende haben wir das Problem ganz pragmatisch gelöst: wir sind auf die Mauern geklettert (man ist ja schließlich bergerfahren), haben uns bis zum Torbogen vorgearbeitet und die Fotos bekommen, die die Fufi haben wollte. Ha! Den Palas haben wir trotz Einfallsreichtums nicht betreten können. Gitterzaun, Klopfen und Hämmern ... aber ... gesehen hat man keinen Arbeiter. Nur das Auto mit offener Rücktüre ... ein Alibi, damit es nicht auffällt, dass die Arbeiter längst ... hm ... zwei Meter tiefer ... wirken? Wenn ich es mir recht überlege, die Burg ist so groß und alt, erbaut im frühen 13. Jahrhundert von den Wittelsbachern ... ob sich deren Geister so einfach stören lassen? Ich glaube nicht. :)

Wir sind den Burgensteig ein Stück gegangen, eine nette, abwechslungsreiche Runde! Und dann, am Ende noch das: Trutmeier. Ja, ich weiß, die heißen anders, Pfaue, aber ... mal ehrlich: wer erwartet denn, dass die auf einem Hausdach rumsitzen??? Ich wusste nicht mal, dass die so hoch fliegen können! Das sind Hühnervögel!!! 

 

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Es ist ja schon mal durchgeklungen, dass die Fufi und ich, als botanisch interessierter Hund, eine gewisse Schwäche für Gärten und Pflanzen haben. Heute haben wir dieser Leidenschaft bis zur Neige gefrönt und sind mit der Kamera losgezogen, um das Gärtla (fränkisch = Garten) in seinem Herbstkleid im Bild fest zu halten. Mit mir als Illustration sozusagen. Später ist dann doch tatsächlich noch die doofe Ka ... äh ... die liebe Laila (wann kriege ich das endlich mal hin???) aufgetaucht. Logisch, dass die auch mit aufs Bild musste! Natürlich war sie nicht einen Hauch so professionell wie ich (hihi!), aber da sie zu den Tieren gehört, die im Gärtla wohnen, muss sie auch abgelichtet werden... (wenn die das liest, von wegen Tiere, die im Gärtla wohnen, brennt ihr bestimmt die Sicherung durch. Die glaubt nämlich, dass sie die Chefin hier ist ... HAHA! Dass ich nicht lache!)  

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Heute muss ich mal ein Geheimnis lüften. Wir sind nicht nur zu zweit, die Fufi und ich. Eigentlich sind wir zu dritt. Nur ist Mr. Spaßfaktor nicht immer dabei. Er schafft das Geld ran, mit dem mein Futter bezahlt wird. Also ein ziemlich wichtiger Mann. Mit ihm gibt es immer Spaß. Ungeachtet seiner eigenen körperlichen Unversehrtheit, springt er mit mir über Baumstämme, rennt und tobt mit mir, so dass ich ständig das Gefühl habe, ihn hüten zu müssen. Er bestreitet das zwar, aber das ist natürlich vollkommener Käse. Der Mann muss gehütet werden und basta. 

Heute haben wir die Gegend um Hechlingen am See unsicher gemacht. Da gibt es die Ruine der Katharinenkapelle zu sehen. Wie ihr beim Betrachten der Fotos feststellen werdet, sieht man darauf ganz deutlich, dass der Kurzhaarcollie ursprünglich aus Schottland kommt. Nichts passt besser zu der Ruine einer Kapelle, als ein edler Kurzhaarcollie. Also ich. Ohne eingebildet klingen zu wollen natürlich. Ein glückseliges Fundstück wartete auf uns in Form des Hechlinger Hohlweges. Aber hallo, was für ein schönes Fleckchen Erde! Bäume, die sich in die Erde krallen, bizarr, unbeugsam, uralt. Wir lieben das. Die Fufi, Mr. Spaßfaktor und ich. 

 

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Manchmal habe ich das Gefühl, in der Geschichte vom Hasen und vom Igel zu sein. Wohin ich auch komme, Eichhörnchen sind immer schon da. Fast immer motzen sie frech von ihrem Baum herunter, aber soviel Mumm, mal runter zu steigen und von Angesicht zu Angesicht zu spotten, haben sie natürlich nicht. Heute aber war eins sehr sehr leichtsinnig. Höchstens ein Meter fünfzig hat mir zu diesem respektlosen Frechviech noch gefehlt! Wenn überhaupt! Da ist diesem Eichhorn das Gespött aber im Hals stecken geblieben! Erst als es wieder sicher hoch oben im Baum saß, hat es wieder runterpöbeln können! Ich hab dann aber noch einen getroffen, der weiß, wie man diesen Eichhörnern einen Schreck einjagt. Der Flattermann Bussard hat mir ein paar sehr nützliche Tipps gegeben. In Sachen Mäusejagd bin ich dann gleich selbst zur Tat geschritten. Und was soll ich sagen?! Handstand kann ich jetzt auch! 

Ereignet hat sich all das auf dem Weg zu den Resten der Heinzburg bei Neumarkt in der Oberpfalz. 

 

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Ja, liebe Leute, das gibt es. Auch ein Hund kann an Religionsgeschichte interessiert sein. Natürlich will ich nicht in nächster Zeit ins Kloster eintreten, auch wenn mir die meisten Herren Fellnasen momentan tierisch auf den Senkel gehen und Schwester Dinah der totale Brüller wär. Ich hab nämlich festgestellt, dass mir kirchliche Bauten ebenso gut stehen, wie Ruinen. Und: an Kunst bin ich seit heute auch interessiert. Manche Kunstwerke stehen mir auch recht gut zu Gesicht. 

Wir waren zuerst am oder im Figurenfeld im Hessental bei Eichstätt. Da stehen die 1976-1979 aufgestellten 78 Plastiken von Alois Wünsche-Mitterecker. Sie symbolisieren die Sinnlosigkeit von Gewalt und Krieg und wenn man sie so sieht, dann versteht man das auch. Sagt jedenfalls die Fufi, denn was Krieg ist, will ich, glaube ich, gar nicht näher wissen. 

Der weitere Weg hat uns zum Kreuzweg von Buchenhüll geführt, der ist ordentlich alt, nämlich aus dem Jahr 1591. Ein schöner Weg, durch Buchenwald, herrlich. Dann stößt man auf zwei Grotten, zuerst eine Lourdes-Grotte, ein Stück weiter eine Herz-Jesu-Grotte. Beides soll aus dem Jahr 1904 sein. 

 

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15
Sep
Nachtrag

Aus gesundheitlichen, personellen und anderen sinnlosen Gründen, läuft hier einiges aus dem Ruder. Und dann kommt es, wie es kommen muss: manches muss ein wenig warten. Deshalb gibts es heute mal einen Nachtrag. Am Freitag (den 13. fragt nicht!!) waren wir nochmal am Brombachsee. Der ist ja der persönliche Sehnsuchtsort der Fufi und immer wieder ein gern angefahrenes Ziel. Dieses Mal haben wir uns erst bei der Mandlesmühle herumgedrückt, das ist ein Infozentrum, eingerichtet in einer romantischen, alten Mühle. Sogar einen Bauerngarten gibt es da. Hat mir gut gefallen. Dann noch am Hauptdamm entlang und schließlich ganz rauf. Wenn man sich ein bisschen anstrengt, kann man sich einreden, dass der Brombachsee ein kleines bisschen Meer-Ersatz ist. ;)

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12
Sep
Brunneck

Nachdem mir Ruinen so gut stehen, haben wir heute mal wieder eine besucht. Brunneck im Naturpark Altmühltal. Hübsch gelegen, mit Aussicht, natürlich mit Gespenst, das sich natürlich nicht gezeigt, sondern im Turm versteckt hat. Dachte wohl, wir hätten es nicht bemerkt. Aber weit gefehlt! Die Fufi sagt ja, dass sie, wenn sie etwas nicht fotografiert, es nicht wirklich gesehen hat. In dem Glauben haben wir das Burggespenst von Brunneck gelassen. Ich meine, die spuken sonst doch mit Vorliebe herum. Rasseln mit Ketten, seufzen und heulen ... aber dieses? Keinen wirklich hörbaren Mucks hat es von sich gegeben. Möglich, dass es auch an der Uhrzeit lag. Wir waren ja nicht zur Geisterstunde dort, sondern am Vormittag. Später gings noch nur Karstquelle Blaubrunnen, durch den kleinen Ort Altdorf an der Anlauter zurück nach Emsing, wo ich noch ein bisschen die Pfoten in der Anlauter gebadet habe. 

Und morgen? Neuer Tag, neues Gespenst. Vielleicht. 

 

 

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11
Sep
Nebelzeit

Ich hatte es ja schon mal anklingen lassen, dass ich eine Freundin des Herbstes bin. Die geheimnisvolle Stimmung, die Licht und Schatten manchmal zaubern können, finde ich einfach nur herrlich. Phantasievoll wie wir sind, die Fufi und ich, sind wir da voll und ganz in unserem Element. Alles könnte möglich sein ... ach, wir mögen das. Und manchmal, manchmal habe wir richtig viel Glück und sind zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort. In unserem Fall war das heute der Petersgmünder Weiher bei Georgensgmünd. Wir sind gerade noch rechtzeitig gekommen, um die Nebelgeister zu sehen, die über dem Wasser aufgestiegen sind. Welcher Glücksfall! Und dann haben wir noch einen Wasserfall entdeckt - und waren im Handumdrehen in einer neuen, zauberhaften Welt. Nachdem sogar noch für die Mäusejagd Zeit war, bin ich mit dem Tag einfach nur glücklich. 

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Was wir heute erlebt haben, war fast schon mehr als grenzwertig. Ich hab da so ein Hundegeschirr, das lilafarbene, das ist anders, als das rot-karierte oder das schwarz-graue mit den Totenköpfen. Nein, ich meine nicht die Farbe. Wenn ich sage, dass das lilafarbene anders ist, dann meine ich anders! Ganz anders. Kapiert ihr nicht? Naja, ihr hättet auch dabei sein müssen. Aber ich erklärs euch. Zum Fotografieren nimmt mir die Fufi das Geschirr meistens ab, weil ich ohne einfach besser aussehe. Jetzt waren wir heute an dieser Wiese, mit den schönsten Tautropfengebilden, die man sich vorstellen kann. Und vor lauter Spinnweb-, und Nadelkissenblumenfotos hat die Fufi vergessen, wo sie das Geschirr hingelegt hat. Wir haben uns fast nen Wolf gesucht! Ich mein, das ist ja auch ein blödes Zeug! Verschwindet einfach so im hohen Gras und gibt keinen Mucks mehr von sich. War wahrscheinlich eifersüchtig, weil die Nadelkissenblume und ich mehr Aufmerksamkeit bekommen haben. Schließlich wurde die Fufi langsam grantig und hat angefangen, sich darüber auszulassen, was mit verlorenen Hundegeschirren in Wiesen passiert. Zwischen abgschnittenem Gras, Blumen und Kratzdisteln würde es in die Kauerlacher Keller verfrachtet, um dort ein ruhmloses Ende zu finden. Was soll ich sagen?! Kaum hatte die Fufi das prophezeit, lag schwupps, das Ding vor unseren Füßen. Ein Geschirr mit Eigenleben? Ups. Was kommt da wohl als nächstes? Ich glaub, das will ich lieber nicht wissen ... 

Wir waren in der Nebelwelt am Kauerlacher Weiher, ein Stück hinter Hilpoltstein. 

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Heute ist Sonntag und das heißt: Zeit für die Social Walk Heroes! Heute waren wir auf den Spuren des großen, alten Schatzjägers auf der Jagd nach dem verlorenen Knochen unterwegs. Das war Action, das war Spannung, das war einfach supertoll! Wir waren wie immer im Rudel unterwegs, ein Superteam inzwischen. Logisch, dass wir den Knochen am Ende gefunden haben. Dreimal dürft ihr raten, wo er gewesen ist: im Kauartikelschrank der Fufi bei uns im Keller. Hmmmmm ....... 

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07
Sep
Gemäuer

Nun ist es ja hinlänglich bekannt, dass ich eine gewisse Vorliebe für alte Gemäuer entwickelt habe. Irgendwas haben die an sich, das mich anzieht. Ich finds spannend, dort in den Ecken herum zu schnüffeln, alles mögliche zu riechen und sich auszumalen, was dieser oder jener Duft bedeuten könnte. Nun haben sie oberhalb von Weißenburg einen Turm hingebastelt, Bismarckturm nennen sie den. Fertig gestellt wurde dieses sonderbare Bauwerk 1911. Das ist wieder mal so ein Gemäuer, dem man unzählige Geschichten andichten könnte. Der Fufi kribbelts in den Fingern und mir in der Nase. Da war vielleicht eine Spur zu viel Staub. Hat beinahe den Geruch nach dem Fußschweiß der Studenten überdeckt, die seinerzeit den Turm da hingemauert haben. Wuchtig ist das Ding, richtig klobig. Innen führt eine Treppe nach oben, steil und eng. Von unten sieht die aus, wie das Gehäuse einer Schnecke. Von links drängt die dicke Mauer heran, vereinzelt von einem winzigen Fensterchen durchbrochen, durch das etwas Licht herein fällt. Das schafft schnell eine gewisse Beklemmung. Wir sind nicht ganz rauf. Die Fufi hat was von Gleitsichtbrille gemurmelt und ich fand, dass das Treppengeländer für mich entschieden zu hoch gesetzt war. Also sind wir wieder runter, haben nur unsere Phantasie raufgeschickt und den ganzen Turm mit Geistern und Gespenstern vollgestopft. Nur für den Fall, dass es da drin noch nicht spuken sollte! 

Wir waren am Bismarckturm bei Weißenburg. Leicht erreichbar vom Naturfreundehaus aus. Wir hatten das Auto bei Höttingen geparkt und sind das Stück hingelaufen. Oberhalb des Turms gibt es noch einen sehr schönen Hainbuchenwald. 

 

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Lasst es euch auf der Zunge zergehen (jedenfalls bis es zu ekelhaft wird): Ich.habe.heute.ZWEI. Mäuse. gefangen. In Worten: ZWEI Mäuse! Nicht eine, nicht drei, nein, ZWEI Mäuse. Man könnte jetzt wahnsinnig angeben damit, aber irgendwie ist mir nicht so recht danach. Denn es ist ein Riesenunterschied zwischen Mäuse jagen (Super!) und eine soeben verblichene Maus im Maul zu haben (widerlich). Bei der ersten habe ich noch auf die Fufi gehört, die mir mit Gesten und Worten zu verstehen gab, dass Maus nicht wirklich der Sonntagsbraten ist, für den ich sie vielleicht halte. Also habe ich die Maus wieder ausgespuckt. Riesenlob von der Fufi. Wir dachten ja, damit hätte es sich jetzt, mit den Mäusen, aber irgendwie waren da so viele und ich konnte nicht widerstehen und die Mäuse waren so blöd und dann habe ich noch eine zweite erwischt. Die Fufi hat wieder angefangen zu hantieren, aber dieses Mal war irgendein Raubtiergen in mir der Meinung, ich müsste die Beute jetzt auch mal fressen. Ich habe es versucht, ehrlich! Aber ... nasses Fell, das ganze  Ding mit Körpertemperatur, dann zuckt vielleicht da noch ein Fuß und dort einer ... das war hochgradig ekelhaft! Ich hab das Ding einfach nicht runtergebracht. So, und wie komm ich aus der Nummer wieder raus, ohne mich zu blamieren? Von wegen Raubtier und Jagdbeute und so. Gottseidank habe ich mich auf die Fufi verlassen können. Die hat mir in ihren mehr oder minder hektischen Versuchen, mir die Maus abspenstig zu machen, schließlich eine Handvoll von meinem Futter unter die Nase gehalten. Das war DIE Gelegenheit. Maus ausspucken, das Futter fressen und die Maus Maus sein lassen, war praktisch eins. Puh. Glück gehabt. Ich hoffe bloß, dass dieses Raubtiergen bei der nächsten Maus einfach seinen Mund hält! 

Zur Entspannung nach diesem Stress war ich für die folgende Fotosession sehr dankbar ... 

Wir waren auf dem Berg hinter Kadenzhofen i.d.Opf., so gut wie immer ohne Weg, querwaldein, rauf, runter, wieder rauf... unser übliches Chaos mit der Wegfindung eben. 

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Auch heute hat uns unser Weg wieder ans Wasser geführt. Nur in einem deutlich kleineren Umfang, als gestern. Fischweiher. Und Menschen, die Ruten mit Schnüren ins Wasser halten und auf suizidal veranlagte Fische hoffen. Obs geklappt hat? Keine Ahnung. Wir, die Fufi und ich, haben mehr darüber nachgedacht, ob es wirklich immer nur Fische sind, da da unter der Wasseroberfläche herumgondeln. Oder ist es umgekehrt? Nicht der Wurm am Haken ist der Köder, sondern der Typ, der die Angelrute in der Hand hält? Sobald von unten was ruckt, hält er sich daran fest und fester. Perfekt. Oder? Eins ist jedenfalls klar: wenn der Frankodrach existiert, dann gibt es sicherlich noch mehr Wesenheiten seiner Sorte... wir bleiben dran! 

So nebenbei habe ich noch ausprobiert, ob Stand-up-ohne-paddling was für mich wäre. Gar nicht schlecht! Wirklich nicht schlecht! Könnte mir gefallen! Ist ja nicht im Wasser... 

Wir waren in Seligenporten und sind von dort an den Weihern entlang bis nach Dennenlohe zu den dortigen Weihern und wieder zurück gelaufen. 

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Heute gabs mal etwas vollkommen anderes: ich habe mich mit meinem Bruder Dexter und meinem Onkel Brandy getroffen! Ist ja nun schon ein Weilchen her, seit ich meinen Bruder das letzte Mal gesehen habe und an Onkel Brandy konnte ich mich gar nicht mehr erinnern. Es war ein schönes Treffen, hat viel Spaß gemacht. Am Brombachsee bei nochmal sommerlichen Temperaturen... Onkel Brandy ist sogar schwimmen gegangen! Ich ... hatte was viel wichtigeres zu tun, da war ein toter Karpfen im Wasser und den musste ich erkennungsdienstlich behandeln, eine Leichenschau durchführen, Todeszeitpunkt bestimmen ... außerhalb des Wassers natürlich! Dexter hat mir dabei geholfen. Ich meine, ich wäre ja gern schwimmen gegangen, aber die Arbeit geht nunmal vor! Nein, Herrschaften, das ist nicht geflunkert! Das ist genau so gewesen!! Dem Fisch musste die letzte Ehre erwiesen werden!!! 

Wir waren am Brombachsee, sind vom Hauptdamm nach Enderndorf gelaufen und über Dörfer und Wald wieder zurück. 

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03
Sep
Wolfsweiher

Ein bisschen irreführend ist der Name dieses Weihers schon, finde ich. Da ist nämlich weit und breit kein Wolf zu sehen. Irgendwas ist zwar hastigst abgetaucht und hat unsere Phantasie angeregt, aber ein Wolf wars definitiv nicht. Vielleicht das Ungeheuer von Loch Wolfsweiher. Wir hätten da natürlich alles mögliche reininterpretieren können, wäre uns gar nicht schwer gefallen. 

Aber wir haben uns dann doch darauf konzentriert, einfach nur ein paar schöne Fotos zu machen. Muss ja auch mal sein. Bisschen Entspannung. Was aber natürlich nicht heißt, dass wir Frankodrach vergessen hätten! Von dem wird man in Kürze wieder hören! 

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Immer wieder Sonntags werden wir, die Freunde aus der Hundeschule und ich, zu Helden. Ich weiß gar nicht, wie wir das immer wieder so hinkriegen. Wahrscheinlich sind wir Naturtalente von Geburt an. Hochbegabte. Intelligenzbestien. Genies. Kolossal. Einfach kolossal. Und es findet sich immer irgendein Gewässer, in dem Willi seine Frisur baden kann. Baumstämme zum springen, Kreise zum balancieren - und noch vieles mehr. Ich freu mich schon aufs nächste Mal!

Wo wir gerade beim Thema "freuen" sind: mit Mr. Right habe ich jetzt abgeschlossen. Der kann mich sowas von am Abend besuchen! Da wartet man und wartet, sucht und sucht, aber er kommt einfach nicht. Wer bin ich denn, dass ich meine Zeit damit verplempere, von einem nicht existierenden Traumprinzen zu träumen?! Da habe ich doch was anderes zu tun! Zum Beispiel mit meinen Heldenfreunden beim Social Walk an unserer Genialität zu arbeiten! Ist doch mal ein Ansatz, oder? 

Wir waren heute im Wald bei Langenzenn beim Teufelsgraben und dem Wasserrädchen. (Mit Betonung auf "chen"!) Durchgeführt von der Hundeschule Martin Rütter DOGS, Fürth/Langenzenn, Coach: Monika Oppel. 

 

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30
Aug
Druidenstein

Im Wald zwischen Mäbenberg und Untersteinbach liegt ein Felsblock, der als "Druidenstein" bekannt ist. Ein Riesending ist das, drei Meter breit, viereinhalb Meter lang, fast zwei Meter hoch. 1465 hat man zum ersten Mal von ihm gehört. Dann fing die Sagenbildung an, aus dem Sandstein wurde ein keltischer Opferplatz, so kam er zu seinem Namen. Heute wars ein bisschen gruselig dort. Der halbe Wald scheint über dem Stein zusammengebrochen zu sein. Sturmschäden, schon klar, aber ... wir haben auf unserem Weg nur eine Stelle gefunden, an der ähnlich viele Bäume entwurzelt und abgebrochen sind, wie um den Druidenstein herum. Ob der Keltenzauberer da die Finger mit im Spiel gehabt hat?! Vielleicht ist es ihm zuviel geworden, dass ständig irgendwelche Wandertouristen um seinen Stein herum schleichen und seine Ruhe stören?! Oder Hunde, die darauf herum klettern (Ups!)? 

Das ist die eine Sache. Aber wir haben noch etwas Seltsames gefunden. Ein paar hundert Meter vom Druidenstein entfernt, gibt es Sandsteinriffe. In eins davon ist ein Hohlraum getrieben. An dessen Wänden und auch sonst an den Steinen haben wir wieder diese sonderbaren Kratzspuren entdeckt, die wir so ähnlich auch beim Wagenschreck gesehen haben. Der Geruch war derselbe. Etwas Altes. Etwas Finsteres. Ich habe keine Ahnung, was das sein könnte. Gibt es in Franken ein Ungeheuer, von dem niemand etwas weiß? Ich habe auf dem Druidenstein geheimnisvolle Schriftzeichen gefunden. Die Fufi hat mir geholfen, sie zu entziffern. Wir sind uns nicht sicher, aber wir glauben, dass da "Frankodrach" stand. Nur dieses Wort. Frankodrach. Drache der Franken. Echt jetzt??? 

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Noch nie davon gehört, dass ein Hund auch botanisch interessiert sein kann? Echt nicht? Dabei gibt es doch diese renommierte Zeitschrift "Der botanisch interessierte Hund." Also ich hab die abonniert. Das Heft ist für alle Fellnasen, deren Fahrer und Fotografen auch Gärtner oder gartenbegeisterte Pflanzenliebhaber sind. Wie die Fufi. Da sollte man als Hund schon wissen, woran man gerade gepinkelt, was man ausgegraben oder zerrupft hat. Außerem möchte ich die Fufi verstehen. Das ist manchmal nicht so einfach. Heute zum Beispiel. Da hat ein ziemlich grimmig aussehendes Gewitter von Anfang an hinter uns hergedonnert. Egal, wohin wir auch gingen, das Ding blieb am Himmel hängen und hat immer wieder gegrollt. Wurde dunkler und dunkler, kam näher. Die Fufi und ich haben ganz lange Beine gemacht. Da wird nicht mehr geschnüffelt oder in den Wald hinein gehorcht. Weiter! Auf dem schnellsten Weg zum Auto zurück! Das Unwetter von letzter Woche steckt uns noch in den Knochen! Doch auf einmal haut die Fufi mit einem Laut des Entzückens die Bremse rein. "Das muss ich fotografieren!" Wie jetzt!? Hängt da oben nicht dieser Donnermaxe? Wie war das mit dem "auf schnellstem Weg zum Auto zurück?" Und das Unwetter von letzter Woche? Was ist mit dem? Und überhaupt! Was gibt es denn da so wichtiges zu fotografieren? Ich gucke ich hin und was fotografiert sie? Colchicum autumnale. Die Herbstzeitlose. 

Versteht ihr jetzt, wieso ich diese Zeitschrift lese? Ohne "der botanisch interessierte Hund" hätte ich nie eine Antwort darauf bekommen, was wichtiger ist, als vor einem Gewitter davon zu laufen. Das hat uns übrigens nicht erwischt. Es hat sich sang-, und klanglos wieder verzogen. Nachdem wir am Auto waren. 

 

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28
Aug
Wagenschreck

Zwischen Ohlangen und Rabenreuth bei Thalmässing befindet sich im Wald der sogenannte Wagenschreck. Das ist ein vierhundert Meter langer Engpass, durch den die Bauern früher mit ihren Gespannen fuhren, um hinauf, auf die Hochfläche zu ihren Wiesen zu kommen. Die sachliche Erklärung für den Namen ist, dass es gefährlich war, das enge, holprige, steile Stück mit dem Fuhrwerk zu befahren. 

Wir waren heute da, die Fufi und ich. Wir wollten wissen, was da oben wirklich los ist. Aus geheimer Quelle wissen wir, dass dort Irrlichter herumgeistern. Ein kopfloser Reiter soll sich herumtreiben und irgendwo im Wald steht ein Blutbaum. Okay, den kopflosen Reiter wollten wir nicht unbedingt sehen und der Blutbaum ... naja. Wir haben erstmal nach den Irrlichtern geguckt. Mit meiner Supernase sollte es kein Problem sein, eins aufzuspüren. Und was soll ich euch sagen? Ich hab tatsächlich so ein Irrlicht gefunden! In einer finsteren Nische, an die kein Tageslicht kommt ... die Fufi hat es gerade noch fotografieren können, bevor es erlosch. Das hat uns schon beeindruckt! Der Wagenschreck ist was besonderes! Es herrscht eine eigentümliche Atmosphäre, das seltsame Licht, es raschelt im Laub oder Steine kollern auf den Weg herunter, obwohl niemand zu sehen ist, der sie losgetreten haben könnte. Auf manchen Steinen sind seltsame Ritzspuren zu erkennen - als habe etwas sehr Großes seine langen Krallen daran geschärft... es roch nach etwas, das ich nicht kenne. Dass es alt war, habe ich erschnuppern können. Sehr alt und sehr finster. Der Spur sind wir nicht gefolgt. Aber weils gar so schön war, sind wir auf dem Rückweg gleich nochmal durchgegangen, durch den Wagenschreck mit seinen Irrlichtern, kopflosen Reitern, krallenschärfenden Ungeheuern und kollernden Steinen. Wir sind halt absolut tough, wir zwei beide! 

Rabenreuth erreicht man über Laibstadt und Aberzhausen. Am Waldrand parken, die Wege sind markiert, der Wagenschreck angeschrieben. Von dort aus kann man den Laibstädter Geschichtsrundweg gehen oder weiter in Richtung Thalmässing nach Ohlangen mit der Keltenschanze. 

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Wir sind uns da noch nicht ganz sicher. Sind wir verzogen, die Fufi und ich, weil es uns nicht passt, jetzt jeden Tag nasse Füße bzw. nasse Pfoten zu bekommen? Ja gut, wir könnten natürlich auch darauf verzichten, uns ständig weglos durch kniehohe Blaubeersträucher zu pflügen, bloß (bloß???) weil genau dort drüben, da oben oder da hinten irgendwas ist, das dringend fotografiert werden muss. Oder weil exakt an der Stelle ein Foto mit Sonnenstrahlen im Hintergrund am besten zur Geltung kommen würde, wo kein Weg hin führt, sondern hohes Gras steht. Man könnte auf Forststraßen gehen, da wächst kein Gras. Dann blieben die Füße bzw. Pfoten trocken und sauber. Aber mal ehrlich: das wär ja sowas von langweilig! Garantiert würden uns besagte Füße bzw. Pfoten einschlafen! Und wir würden wieder herumjammern. Ungerechte Welt! Á propos: Auch heute keine Spur von Mr. Right. Diese sinnlose Suche nach einem Phantom ödet mich allmählich an! Lange mache ich das nicht mehr mit! 

Wir waren heute bei den alten Steinbrüchen im Heidenberg bei Kühedorf.  

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26
Aug
Gegenlicht

Das kann man jetzt verstehen, wie man will. Die Überschrift, meine ich. Entweder gegen das Licht im Sinne von lichtscheu (worüber ich ernsthaft nachdenke, so gleißend und heiß wie das heute wieder war) oder Gegenlicht im Sinne einer zauberhaften Welt, die voller glitzernder Juwelen zu sein scheint. Man kann sich nicht sattsehen daran. 

Davon abgesehen, suche ich immer noch dringend nach Mr. Right. Ich dachte, ich hätte ihn heute gesehen und bin auf und davon. Leider habe ich dabei vergessen, dass die Fufi am anderen Ende der Leine hing. Die hat meine Begeisterung buchstäblich umgeworfen. Und jetzt ist das Objektiv Schrott. Ganz schön blöd gelaufen. Besonders, weil sich mein Mr. Right als Amsel heraus gestellt hat ... naja, es war im Wald und das Licht diffus und ich habe nur gesehen, dass sich was bewegt und ... äh ... 

Wir sind von Rummelsberg ins Schwarzachtal gegangen und dort Flusstal (Obacht: vorwiegend schattenlos - sehr ermüdend an Tagen, wie heute) bis nach Pattenhofen gelaufen. Von dort nach oben in den Wald, Richtung Mimberg, hier streckenweise komplett den Weg verloren (es kommt nicht häufig vor, dass die Fufi eingestehen muss, dass es nicht mehr weiter geht), dann aber zurück ins Schwarzachtal gefunden und nach Rummelsberg zum Auto. 

 

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25
Aug
Wehrhaft

Trotzige Mauern. Ja, trotzig, nicht trutzig. Das ist es, was mir spontan eingefallen ist, als ich die Wülzburg heute zum ersten Mal gesehen habe. Eine Festung. Kolossal. Für mich hat sie definitiv was von einer geballten Faust. Kampfbereit. Oder so. Was ich nicht verstehe, ist, wozu man eine Festung überhaupt braucht. Manchmal kapiere ich nicht so ganz, was die Menschen antreibt. 

Was die Fufi antreibt, weiß ich immerhin. Fotos. Von mir. Naja, ich bin ja auch so hübsch. Hoppala, jetzt wärs fast passiert! Beinahe steigt mir die ganze Fotografierei zu Kopf ... ups, ups, ups. Zu meiner Verteidigung kann ich aber sagen, dass ich momentan - und heute im ganz Speziellen - nicht so ganz ich selbst bin. Warum? Verrate ich euch, aber nicht weitersagen! Ich bin verliebt! Ja, schon klar, das kann ganz nett sein. Nur, dass ich nicht weiß, in wen ich eigentlich verliebt bin. Rocky? Scotty? Willi? Gino? Sammy? Elvis? Oder doch der große Unbekannte? Mein persönlicher Mr. Right?! Das wird es sein! Ich lechze nach Mr. Right! Kann mir mal jemand sagen, wo ich den finde???

Wir waren auf der Wülzburg oberhalb von Weißenburg. (Mr. Right habe ich nicht gefunden, obwohl ich jeden vorbei kommenden Herrn mit Fell auf der Nase genauestens begutachtet habe.)  

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Heute will ich euch eine Geschichte erzählen. Eine Gänsehautgeschiche, denn wir waren heute auf Geisterjagd! Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Was, höre ich euch fragen, spinnen die denn? Nein, Herrschaften, wir spinnen nicht! Im Gegentum! Wir wissen ganz genau, was wir tun. Aber ganz genau. Und hier jetzt die Geschichte: 

Wir waren am Teufelsknopf bei Eichelburg. Dieser "Knopf" ist ein kleiner Hügel, auf dem vor langer Zeit die Burg Wartstein stand. Die Burg wurde im Dreißigjährigen Krieg zerstört. Angeblich gibt es unter den wenigen Steinresten aber noch geheime Keller und Gewölbe, in denen die Mörder des Burgfrolleins umgehen. Sie selbst soll als Geist auf dem Teufelsknopf herumspuken, während ihre Peiniger ein Stockwerk tiefer, die Zeit tot würfeln, weil sie nicht sterben können. Manchmal sollen sie den Teufel als Gesellschafter haben. Ob es die Keller wirklich gibt? Möglich ist das schon. An einer Stelle scheint ein Loch tiefer unter den Fels zu führen. Wir habens nicht ausprobiert. Es ist da oben eine seltsame Stimmung. Sehr still, zu still vielleicht. Als ob etwas den Atem anhalten würde. Das Leben? Die Zeit? Steht sie hier still, weil der Ort den Toten gehört? Weil sich hier immer wieder der Leibhaftige gezeigt haben soll? Also ich hab ihn nicht gesehen. Und die Fufi war damit beschäftigt, Fotos zu machen. Aber ... mal ehrlich: manche davon sind irgendwie anders als sonst. Als hätte jemand anderer die Kamera gehabt. Die Fufi jedenfalls kann sich nicht daran erinnern, diese Bilder mit diesen Einstellungen gemacht zu haben... 

 

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Heute sind wir sehr nachdenklich. Am Sonntag ist über unseren Landkreis ein schweres Unwetter gezogen und hat eine Schneise der Verwüstung hinterlassen. Heute habe ich mir nun selbst ein Bild von den Schäden gemacht. Lustig war das nicht. Eindrucksvoll ja. Auch beklemmend. Mir fehlen da fast ein bisschen die Worte. Die schönen alten Bäume! Jahre, manche Jahrhunderte lang gewachsen, gefallen in wenigen Minuten. Die Hopfengärten - seit langer langer Zeit fest verankert. Umgeknickt wie Streichhölzer. Wenige Tage vor der Ernte. Dennoch darf man nicht undankbar sein. Es hätte noch schlimmer sein können. Schlimmer geht immer, sagt die Fufi, die eingefleischte Pessimistin. Deshalb sind wir, um nicht in Trübsinn zu verfallen, nach all der Zerstörung zum Baggersee gegangen und haben ein paar hübsche Fotos gemacht. 

 

 

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22
Aug
Urfranken

So, Herrschaften, heute gibt es erstmal eine Ration Geschichte. Denn um zu verstehen, wo, wie, warum und wie oft wir uns heute auf dem fränkischen Dünenweg herumgetrieben haben, muss ich ein bisschen ausholen. Nicht, dass manch einer noch denkt, ich würde hier herumflunkern. Von wegen fränkischer Dünenweg (einen fränkischen Gebirgsweg gibts übrigens auch...) und so. Die Wahrheit ist, dass wir heute dort unterwegs waren, wo vor 10.000 Jahren (ja, Franken gibt es schon ein bisschen länger) im Zuge der letzten beiden Eiszeiten ziemlich heftige, frostige Winde hohe Dünen aufgetürmt haben, deren Reste man bis heute sehen kann bzw. durch deren Reste man hindurchstapfen kann. Mittlerweile hat sich daraus ein Lebensraum gebildet - für menschliche (Sandgrubengräber), tierische (blauflügelige Ödlandschrecke) sowie pflanzliche (Heidekraut-Zwergstrauchheiden) Spezialisten. Besonders beeindruckt hat die Fufi und mich das Heidekraut, das da fast flächendeckend wächst. Aber auch ein vollsandiges Areal war faszinierend. Die Sahara ist hier! Die Lüneburger Heide ist hier! Und eine Schlucht haben wir auch wieder entdeckt. Logisch. Was auch sonst?! Der Grand Canyon ist ... doch etwas weiter weg.  

Wir haben das Auto auf dem Pendlerparkplatz neben der Autobahnausfahrt der A6 Altdort/Leinburg geparkt und sind einen Teil der ersten Etappe des fränkischen Dünenwanderweges gegangen. Außerdem haben wir uns die Röthenbachklamm (auch Rumpelbachklamm - ich lach mich scheckig) angeschaut. Klein, fein und still. Ganz und gar nicht still ist die nahe Autobahn, deren Lärm immer wieder stört. Doch wenn man sich vorher drauf einstellt, gehts. 

 

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21
Aug
Anderswelt

Es ändert sich was! Habt ihr das auch schon gemerkt? Der Herbst kommt! Klammheimlich schleicht er ins Land, versteckt sich hinter 30 Grad Marken und ist doch schon da. Wunderbare Lichtstimmungen fanden wir heute und waren begeistert, die Fufi und ich. Wie ein Abstecher in eine andere Welt.

Es war überhaupt ein sehr abwechslungsreicher Rundgang. Schon wieder sind wir Schafen und Ziegen begegnet. In einer schönen, sauberen, weichen Wiese. Das hat für mich richtig gut gepasst. Und dieses Mal waren sogar welche dabei, die locker in unsere Sammlung passen würden. Schwarz, lange, gedrehte Hörner. Cool!!! Die wären was für mich - wenn ich jemanden hätte, der sie hütet! 

Wir waren im Land um Stauf. Der Hohlweg mit den alten Bäumen befindet sich am Ortsende von Stauf, wenn man zum Grenzsteinfeld geht. Dort ist auch ein Parkplatz. 

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Heute haben wir den Ort gefunden, an dem der Kurzhaarige Schottische Schäferhund (Kurzhaarcollie, für alle, die in Geschichte nicht aufgepasst haben) seinen angestammten Platz hat. Der Ort, an dem dieser Hund sein sollte. Die perfekte Location. Das passende Fleckchen Erde.... Schottisch anmutende Landschaft, Burgruine, Schafe. Viele Schafe. Sehr viele Schafe. Die mochten mich nicht. Haben mich angestarrt und mit den Hufen gestampft. Die Fufi hat denen erstmal erklärt, dass ich als Hütehund deren Boss sei und dass sie mit ihrer bescheuerten Herumstapferei aufhören sollen. Ich habe es nicht geglaubt: aber daraufhin haben die noch dämlicher geguckt, als vorher. Wir haben die schließlich Schafe sein lassen und sind unseres Weges gegangen. (Ohne Markierung natürlich) Und dann das: dieses Schafzeug hatte wohl kürzlich denselben Weg genommen. Alles voller Köttel. Ich hab mich da nicht bewegen können! Mit allen vier Pfoten in der Schafkacke? Undenkbar! Ich habe weißes Fell da!! Wie hätte das denn ausgesehen? Und erst gerochen! Also echt. Der Job Hütehund wär definitiv nix für mich! Place to be hin oder her! 

Wie waren bei der Ruine Bechthal aus dem 13.- 15. Jdh. Sie liegt auf einem Bergsporn über der Anlauter. Nach dem Fotoshooting dort sind wir wie gewöhnlich weglos über die Hochflächen gelaufen und zurück über den Faharradweg im Anlautertal.  

 

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Wind, Weite, Wasser - so entsteht Nordlandfeeling. Ein bisschen zumindest. Ein Ort zum Träumen. Wenn man die versteckten Ecken findet und sich abseits des Trubels aufhält. Und natürlich, wenn man zum richtigen Zeitpunkt kommt. Der ist immer dann richtig, wenn der Sommer durch Abwesenheit glänzt und das sonnenhungrige Volk sich anderswo aufhält. Dann hat man die Seen im Fränkischen fast für sich - und kann ein bisschen träumen. Die Gedanken mit den Wolken und dem Wind auf die Reise schicken ... ins Reich der Stürme ... so philosophiert man sich um den Enderndorfer Weiher, hangelt sich von Foto zu Foto, hält die Nase in den Wind - Nordlandfeeling eben. Das kleine bisschen tägliche Freiheit. 

Wir waren in Enderndorf am Brombachsee, am Yachthafen. Danach sind wir um den Enderndorfer Weiher herum gelaufen. 

 

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Heute haben wir die Früchte monatelanger Arbeit geerntet. Und sind dabei quasi über uns hinaus gewachsen. Soll ich erklären? Okay, kann ich machen. Also: in der Hundeschule machen wir jeden Sonntag einen sogenannten Social Walk, bei dem wir lernen, nicht nur miteinander umzugehen, sondern auch mit allem möglichen Volk zurecht zu kommen, das einem während eines Spaziergang begegnen kann. So sind wir mit der Zeit zu einem kleinen, eingeschworenen Haufen zusammengewachsen. Und heute, heute war der Tag gekommen, an dem es an der Zeit war, sich an einem Meisterstück zu versuchen: 

Hunde in die Wiese setzen, bleiben und lieb gucken lassen. Fotos machen. Dasselbe nochmal bei einer malerisch platzierten Bank. Ich bin das ja schon gewöhnt, aber wenn die anderen dabei sind, hält man nicht so gerne still. Man könnte ja viel besser herumtoben, anstatt sitzen zu bleiben und lieb zu gucken. Aber es hat uns Spaß gemacht und unsere Fahrer und Begleiter waren so gut drauf, dass wir praktisch gar nicht anders konnten, als ihnen den Gefallen zu tun ... die haben sich vielleicht gefreut! Mit stolzgeschwellter Brust sind sie herum gelaufen, war fast schon ein bisschen peinlich. Aber was macht man nicht alles für seinen ... hm ... liebsten Dosenöffner. (Das Wort hab ich von der doofen K ... ach Mist ... hab ich von der lieben Laila!) 

Wir waren rund um Stinzendorf unterwegs und als Abschluss auf der Stinzendorfer Kirchweih. Natürlich waren wir Hunde alle dabei! 

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17
Aug
Lieblich

 

Bunte Blumenwiesen, ein Baum, wie ein Schleier, stille Wälder, sanfte Hügel. Klingt irgendwie nach Urlaub, findet ihr nicht auch? Ein bisschen wars auch so. Sogar Rindviecher auf der Weide hat es gegeben. Die waren so miniklein auf die Entfernung. Kaum größer als der Kanin. Sehr interessant. Naja und dann musste es natürlich noch kommen: wir gingen harmlos durch ein Dorf und was kam angewackelt? Ein ziemlich korpulenter Hofhund, der meinte, er müsse den großen Macker raushängen lassen. Mein Hof, mein Dorf, meine Einfahrt - oder so ähnlich wird er sich das vorgestellt haben. Ich bin ganz cool geblieben. Der kam also her, motzte rum, bis er mein Parfüm in die Nase bekam. (Ich hatte Dinah No. 5 aufgelegt) Von Stund´an hatte ich einen neuen Verehrer. Bis zum Auto ist er mitgetrottet. Ich glaube, der hat sogar darüber nachgedacht, selber mit einzusteigen. Dann wurde er auch noch aufdringlich, aber die Fufi hat das beendet. Das hat er akzeptiert. Und so fand unser lieblicher Blumenwiesenspaziergang kein jähes, sondern ein liebliches Ende. Ich trau mir jeden Betrag wetten, dass der jetzt in seiner Hundehütte liegt und von mir träumt. Hihihihi. 

Wir waren bei Neumarkt in der Oberpfalz (da sind wir in letzter Zeit verdächtig häufig) und sind den Ottosauer Rundweg gegangen. 6,4 km lang, mit der Markierung grün 4 mit einem weißen Punkt je vor und nach der vier.  

 

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Heute hatten wir mal den absolut richtigen Rahmen für den eleganten, edlen Kurzhaarcollie (irgendwann werd ich noch eingebildet deshalb). Eine Klosterruine - perfekte Staffage, um mich in Szene zu setzen. Die Fufi war restlos begeistert. Ich auch. Von all der Vergangenheit, den längst gelebten Leben, den vergessenen Namen und Seelen inspiriert, haben wir epenhafte Szenerien von den Menschen entworfen, die vor vielen Jahren dort einmal gewesen sein mögen. Doch ja, die Fufi kann das und ich bin eine gelehrige Schülerin. So sind wir den Erinnerungen an jene Geister gefolgt bis ans wilde Meer. Dort  saßen wir hoch oben auf einer steilen Klippe, während unter uns die Wogen gegen das Land ritten und sich über uns wilde Wolkengebirge türmten. Wir ließen den Blick in der unergründlichen Farbe des Meeres aufgehen, in diesem ewigen Kommen und Gehen der Wogen. Nur wir, sowie die verlorenen Seelen des alten Klosters und die Wesen der Tiefe wissen um die Geheimnisse, die dieses Wasser birgt..... tja, das ist Phantasie. Von der Klosterruine ans wilde Meer. Das soll uns erstmal einer nachmachen. 

In der Wirklichkeit waren wir bei der Klosterruine Gnadenberg, danach im Hinterland von Ober-, und Unterölsbach. 

 

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15
Aug
Irrläufer

Eine vergessene Welt sollte es heute zu entdecken geben. Was wir entdeckten waren ziemlich phantasievolle Wegmarkierungen, die viel Spielraum für Eigenkreativität ließen. Mal waren sie da, mal waren sie weg, mal passten sie nicht zur Route, mal führten sie in die Irre. Erklärungsversuche gab es viele. Hier die beiden populärsten: wahrscheinlich haben die Bäume mit Markierungen heimlich ihre Standorte gewechselt, weil ihnen das Wanderervolk ein paar Mal zu oft auf die Wurzeln getreten ist. Oder es gibt in den Wäldern da kleine Kobolde, die nachts die Wegmarkierungen umhängen. Was auch immer - ohne die App auf dem Handy wären wir aufgeschmissen gewesen. Die Fufi will mich jetzt darauf trainieren, das Auto wieder zu finden. "Such das Auto!" Ich fürchte, das werde ich in nächster Zeit noch öfter hören... 

Von dem Markierungsdesaster abgesehen, war es aber doch recht wildromantisch. Felsentore, Felsbastionen, Felsmassive, schmale, verwunschene Pfade ... das hatte schon was. 

Wir waren nahe Sulzbach-Rosenberg in Eschenfelden und haben uns sehr bemüht, die "vergessene Welt" um die hohe Zant zu erwandern. Wir sahen das Felsmassiv vom Langenstein, die "Haustür" (Felsentor) und das "Riesentor" am Holzberg, die hohe Zant, das Katzenloch (kleine Spalthöhle) und die alte Bürg. Es ist wohl besser, diese Orte nach der Wanderkarte aufzusuchen, um nicht zum Irrläufer zu werden.   

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14
Aug
Burgfrollein

Wenn ihr, meine Lieben, die heutigen Fotos seht, werdet ihr zugeben müssen, dass mir so eine Burgruine ungemein gut steht! Unterstreicht meine natürliche Würde, schmeichelt meinem Teint und macht einen schlanken Fuß. 

Hahahaha! Reingefallen! Natürlich denke ich NICHT so! Aber cool ist so ne Ruine trotzdem! Der völlige Abenteuerspielplatz! Das ist ein Geschnüffel, meine Lieben! Da riecht es heute noch nach den Socken des Burgherrn von anno Tobak! Glaubt ihr nicht? Doch, doch, das ist so. Hab ich deutlich schnuppern können! Ich schwöre!

Wir haben die Ruine Wolfstein bei Neumarkt besucht, danach den Krähentisch, sind ein Stück der auf der Zeugenbergrunde gegangen (gelb-rot-gelbe Markierung), weiter ein Stück auf dem Ottosauer Rundweg durch den Wald bis nach Labersricht (4 auf grünem Grund), weiter auf dem Main-Donau-Weg und das letzte Stück sehr steil (vier Pfotenantrieb von Vorteil) wie gewöhnlich weglos bis zu einem kleinen Steig zurück zum Krähentisch. Das Auto hatten wir auf dem Parkplatz bei der Burg stehen.  

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12
Aug
Heimlichwelt

Was ist Heimlichwelt, höre ich euch fragen, meine Lieben. Wo ist Heimlichwelt und warum? Ja, ich seh schon, dazu muss ich ein paar Worte sagen. 

Als Heimlichwelt bezeichnen wir die Orte, die manchmal leicht übersehen werden, weil man sie direkt vor der Nase hat. Wie oft erscheinen weit entferntere Plätze interessanter, als das Naheliegende?! Von Zeit zu Zeit ist es auch ganz spannend, mal den Blickwinkel zu ändern und das Alltägliche ganz anders zu betrachten. Haben wir heute mal wieder getan. So befanden wir uns im Handumdrehen in einem üppig grünen Reich rauschender Bächlein und ruhig dahinfließender Flüsse. Herbstboten gabs noch obendrauf.  

Wo? Haha! Heimlichwelt. Ganz einfach. Also gut, weil ihr es seid: der Museumsweg von Roth nach Eckersmühlen. 

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10
Aug
Homestory

Heute haben wir mal was ganz anderes gemacht. Eine Homestory. Das heißt, wir haben mal nur im eigenen Grün fotografiert. Wobei wir natürlich ein bisschen übertrieben ist, denn fotografiert hat nur die Fufi. Ich war - wie immer - die Hauptperson, der Rest war Staffage. Sogar die Katze hat herhalten müssen. Aber mal ehrlich: die stellt sich sowas von blöd an, beim fotografiert werden. Hinsetzen, bleiben, nett gucken. Was ist daran so schwer? Die hat nix davon kapiert. Aber - pssssst - eigentlich bin ich ganz froh darüber. So bleibe ich weiterhin die Prinzessin!! 

 

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09
Aug
Zauberwald

Ein paar Schritte abseits des Weges ... und man betritt eine andere Welt. Moosbärte an Bäumen, goldene Lichtfunken auf dem Boden ... beinahe erwartet man, dass Bambi auf die Lichtung tritt. Naja, eigentlich nicht beinahe. Ich erwarte das ehrlich gesagt, dauernd. Dann raschelts da oder dort, man nimmt die Beine in die Pfote ... und was ist? Ein blödes Eichhorn, das frech vom Baum runter kichert. Irgendwann kriege ich raus, wie man so einen Baum hochklettert. Und dann Gnade Gott dem Eichhorn! Von meinen wilden Spekulationen unbeeindruckt, schleichen heimlich die Boten einer anderen Jahreszeit durchs Gehölz: erste Pilze, blühendes Heidekraut. Der Herbst. Milder Sonnenschein, feines Zwielicht, bunte, fallende Blätter ... wir sehen dir mit Freude und Hoffnung auf tolle Bilder entgegen, geheimnisvolle Nebelzeit. 

Wir waren - im Wald zwischen Dürrenhembach und Oberhembach und sind dem Wanderweg Blaustrich gefolgt. Zurück ging es wie gewohnt querfeldein durch den Wald. 

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Und wieder eine Episode aus der Reihe: Bäume sind nicht nur zum dranpinkeln da. Man kann auch raufklettern. Oder sich drunter legen. Man kann sie aber auch einfach nur herrlich finden und vor Ehrfurcht erstarren, wenn man vor eine Linde steht, die neun Meter Stammumfang hat und gut und gerne siebenhundert Jahre alt ist. Da wird unsereiner ganz schön klein! Aber ja, meine Lieben, selbstverständlich habe ich nicht nur eine romantische, sondern auch eine philosophische Ader/Begabung. Als Kurzhaarcollie ist mir all das mit in die Wiege gelegt worden!! Die schönen Dinge sehen und genießen können. Das ist es! 

Wir waren in Waizenhofen bei Thalmässing, sind von dort zur begehbaren Buche gelaufen, zu den alten Eichen bei Landersdorf und von dort weiter zu der neun-Meter-Linde in Hundszell (Nomen est omen!) 

 

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Abgewaschen. Eingeweicht. Vollständig durchnässt. Ins Wasser gefallen. Baden gegangen. Abgeduscht worden. Regenjacke undicht. Fell undicht. Fast abgesoffen. Das trifft unseren heutigen Ausflug einigermaßen. Wenn man ein heilloser Optimist wäre und in allem etwas Positives sehen wollen würde, könnte man behaupten, dass sich unser Franken wieder mächtig ins Zeug gelegt und heute mal den Monsun gegeben hat. Eine reine Feststellung. Denn etwas Negatives wird weder mir, noch der Fufi bezüglich sommerlichen Regenwetters je über die Lippen/Lefzen kommen. Lieber Monsun als Sahara. Lieber Regenzeit als Hitzewelle. Von daher ... 

Wir waren am Brombachsee, bei Ramsberg. 

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06
Aug
Alte Steine

Heute hat sich unser Franken mal wieder was einfallen lassen! Beinahe so, als schüttele man eine Wundertüte, um zu sehen, was herausfällt. 

Zuerst war es der hohle Fels oberhalb des Happurger Stausees (ich hatte ja gesagt, dass ich dort bald wieder hin will). Ein beeindruckendes Felsentor mit einer Höhle, vermutlich die Musterhöhle für eine steinzeitliche Behausung. Da sind sie wahrscheinlich hingelatscht und Mama Neandertaler hat Papa Neandertaler nachher damit vollgetextet, wo der Kühlschrank mit den Rentier-, und Mammutkeulen hin soll, welches Sofa sie braucht usw. usf. Garantiert war das so! 

Dann ging es weiter zur Kapellenruine "Zum Heiligen Baum". So einen Platz habe ich noch nie gesehen! Ruhig, vollkommen ruhig. Man hätte da ewig bleiben können, auch wenn es mir nach ca. drei Minuten schon wieder auf den Krallen gebrannt hat. Weiß ich denn, was noch alles darauf wartet, entdeckt zu werden??? Naja, aber während dieser drei Minuten habe ich den Ort sehr genossen. Große Linden umstehen die kleine Ruine, jetzt im Sommer rauschen sie mit ihrem Laub und geben dem Platz damit noch mehr Zauber. Man kann sich in ihren kühlen Schatten legen und darüber nachsinnen, welche Menschen das kleine Kirchlein schon hat kommen und gehen sehen, was es alles erlebt, was gesehen haben mag. Ich glaube, es waren dann doch mehr als drei Minuten, die wir dort verbracht haben ... 

Der hohle Fels liegt oberhalb des Happurger Stausees. Er ist über diverse Wanderpfade gut erreichbar. Der Anstieg ist knackig. Man kann ganz hinauf steigen und von dem Felsplateau über den See und die Landschaft schauen. Achtung: die Felsen fallen senkrecht nach unten ab. Dem hohlen Fels schließt sich eine Höhle an, auch hier geht es steil nach unten. Die Kapelle "Zum Heiligen Baum" erreicht man mit Hilfe einer guten Wanderkarte (oder dem Handy) auf abwechslungsreichen Wanderwegen durch den schattigen Wald. Malerisch liegt sie inmitten der Felder um Arzlohe. 

 

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Die Löwengrube sollte es heute sein, ein imposanter Felsenkeller mit einer Felsengalerie, mitten im Wald. Früher mal ne Kegelbahn und ein Steinbruch. 20 m tief geht es in den Fels hinein, stockfinster, zappenduster. Ein schönes, neues Abenteuer! Was meint ihr, Herrschaften?! Wäre es nicht möglich, dass in dieser Löwengrube Zwerge nach Gold und Edelsteinen graben? 

Und die Teufelshöhle?! Woher hat die überhaupt diesen Namen? Ich glaube ja vielmehr, dass da irgendwo ein Drache ist, der auf seinem Schatz hockt! Ja klar, gibts da nen Schatz! Hab ich doch selber gesehen! Tropfsteine! Wie die gefunkelt und geglitzert haben, im Licht der Taschenlampe! Absolut cool! Logo hockt da irgendwo ein Drache!

Und dann noch das: auf dem Rückweg durchs Dorf liegt da in tiefem Schlaf ein märchenhaftes Haus. Verlassen, inmitten der anderen, noch bewohnten Häuser, versunken in seine Vergangenheit, träumt es vom Licht. Zauberhaft! 

Beides, Löwengrube und Teufelshöhle befinden sich nahe Altdorf. Kurz hinter Prethalmühle geht es in der Linkskurve in Richtung Löwengrube in den Wald. Zur Teufelshöhle geht man wieder zurück nach Prethalmühle, dort nach rechts in den Wald. Eine abenteuerliche Treppe führt zur Höhle hinab. Vorsicht Einsturzgefahr! 

Für die Löwengrube ist es ratsam, eine Taschenlampe mitzunehmen. 

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03
Aug
Blut geleckt

Ja, ich weiß schon, wie die Überschrift rüberkommt. Grade wenn man wie ich, das Maul voll spitzer Zähne hat. Aber, meine Lieben, da müsst ihr jetzt durch! 

Da ist nämlich ein Landstrich, bissel weiter weg, den ich noch nie gesehen habe, wo es mir aber auf Anhieb supertoll gefallen hat! Hügelig, bewaldet, ein kleiner Stausee, geschichtlich wie erdkundlich vollgestopft mit Sehenswertem. Man kann sich hier dumm und deppert laufen, habe ich gehört. Und fotografieren vermutlich auch, aber das fällt ja mehr in den Tätigkeitsbereich der Fufi. Wie auch immer: mir gefällt es dort! Ich hab sogar was von einem Höhlenwanderweg läuten hören! Unter anderem natürlich. Wär das ein Abenteuer oder was?!  

Hersbrucker Land, Hersbrucker Alb ... da habe ich Blut geleckt. Da will ich wieder hin. Und zwar bald!

Wir waren am Happurger Stausee, sind die Wanderwege Nr. 1 und 3 jeweils ein Stück gegangen, bis nach Happurg und zurück am Stausee entlang. Gut ausgebaute Wege, manchmal etwas dürftig ausgeschildert. Eine gute Wanderkarte mitzunehmen empfiehlt sich oder das Handy. Festes Schuhwerk im oberen Teil der Wanderung anzuraten. 

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Ein paar Gedanken über Bäume: für die Herren unter den Fellnasen: nein, ein Baum ist nicht ausschließlich zum dranpinkeln da. Ja, ich weiß, ihr nehmt die nicht als Toilette, sondern als Visitenkartenhalter. Ist mir nicht unbekannt, ich habe ja auch ne Nase!

Einige Zeit war ich ja auch der Meinung, dass die nur für uns hingestellt worden sind. Aber heute haben wir was erlebt, das mir die Augen geöffnet hat. Das sind Wächter! Nein, natürlich nicht alle, aber manche auf jeden Fall. Da sitzen sie, uralte Bäume - Buchen und Eichen, sagt die Fufi - über den Felsenkellern und es sieht ganz danach aus, als ob sie sie bewachen würden. Sie scheinen über den Fels herab zu kriechen, sich über die maroden Holztüren zu beugen, als ob sie das, was dahinter sein könnte, in Augenschein nehmen wollten. 

Manche der Türen sind verschwunden, gähnen stattdessen finstere Löcher wie aufgerissene Mäuler. Kalt weht es daraus hervor, es riecht ein bisschen muffig. Ich kann hören, wie es darin raschelt, wie etwas herum huscht, sich bewegt. Mäuse wahrscheinlich, schon klar. Aber wir sind ja mit einer überbordenden Phantasie gesegnet, da geht schon ein bisschen mehr, als nur belanglose Mäuse! 

Was, zum Beispiel, verbergen die Keller, die noch verschlossen sind? Äpfel, hat die Bäuerin gesagt, der wir begegnet sind und die so nett zu mir war. Hatte eine Korb dabei und einen Schlüssel. Möglich, dass da wirklich nur Äpfel, Kartoffeln oder Wintergemüse drin ist. Was aber, wenn nicht? Wenn diese uralten Wächter nicht da sind, um schnödes Obst zu bewachen? Man weiß nicht, welche Geheimnisse da drinnen schlummern .... ;-)

Wir waren bei den Kellern oberhalb von Aue, bei Thalmässing. Hinauf auf den Auer Berg, dort in Teilen auf dem Grenzsteinweg und danach - wie gewöhnlich - weglos durch den Wald. 

 

 

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Heute ist etwas passiert, das nicht mehr oft vorkommt: wir haben einen Ort entdeckt, an dem meine weisungsbefugte Fahrerin und Fotografin (folgend als Fufi bezeichnet) noch nie gewesen ist. Nicht, dass sie von der Existenz dieses Platzes nichts gewusst hätte - Versuche hin zu kommen, waren durchaus da, doch es hat wohl noch nicht sollen sein. Da musste ich kommen, damit es was wird! Haha! 

Aber vielleicht fange ich besser am Anfang an. 

Man könnte meinen, dieses Franken bestünde nur aus Schluchten! Zu unserer großen Freude stoßen wir immer wieder auf Plätze,an denen sich Felsen und gebrochene Baumstämme in einem wilden Chaos übereinander türmen; wo Efeu über hohe Steinkanten hängt und überall Wasser plätschert. Und dieses Grün, durch das das Sonnenlicht leuchtet. Wie aus der Zeit gefallen! Alles scheint an solchen Orten möglich! Wenn sie dann noch solche Namen wie "Teufelskirche" tragen, schlägt die Phantasie förmlich Purzelbäume.   

Festes Schuhwerk sollte man als Mensch tragen und als Hund nicht unbedingt vorwiegend weißes Fell haben... ja, mein Gott, in solchen Schluchten ist es halt auch mal matschig! Als ob ich darauf achten könnte, wenn da oben ein Eichhörnchen höhnisch zu mir runterkichert oder da hinten, hinter dem Stein ein Kanin hocken könnte! Da wird Vollgas gegeben, rein in den Schlamm, raus aus dem Schlamm, die Felsen hoch, über Äste, Stock und Stein und... halt?! War da nicht ein schriller Pfiff? Scheiße! Die Fufi. Also zurück das Ganze. Oder doch noch nicht ... ? Oha, noch ein Pfiff. Jetzt aber Rückzug, marsch! Runter wieder durch den ganzen Dreck, über Äste, Stock und Stein ... hin zur Fufi. Bin ich gut oder bin ich gut? Bin sofort gekommen. Öh ... äh ... naja, so gut wie sofort ... krieg ich ein Leckerli?  

Wir waren in Grünsberg, bei Burgthann, in der Nähe von Altdorf. Zuerst zur Sophienquelle, von dort weiter bis zur Wolfsschlucht. Wieder zurück nach Grünsberg und von dort zur Teufelskirche. Die Quelle ist verträumt und romantisch, besonders der kleine, glasklare See. Die Wolfsschlucht sehenswert, die Teufelskirche mehr als empfehlenswert. Ein schmaler, mit Steinen und Stegen befestigter Weg führt durch die Schlucht, bis am Ende die Teufelskirche erscheint, eine Gruppe hoher Felsen mit kleinem Wasserfall. Sehr sehenswert! Der Weg ist gerade nach Regenfällen an manchen Stellen morastig. 

Ein kleiner Wanderparkplatz befindet sich am Ortseingang Grünsberg auf der linken Seite (von Burgthann kommend). Von dort geht man direkt zur Sophienquelle und weiter zur Wolfsschlucht. Zur Teufelskirche gelangt man von Grünsberg aus am Schloss vorbei, bis zu einem Abzweig nach rechts. Hier befindet sich ein kleines Hinweisschild in Richtung Schlucht. 

 

 

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Natürlich ist die Aussage richtig! Franken liegt sehr wohl am Meer! Ein Süßwassermeer, die totale Rarität also. Das größte Gewässer, das ich je gesehen habe (naja, bis jetzt jedenfalls). Der große Brombachsee. Da fahren sogar Schiffe drauf! 

Ein schöner, wilder Ort! Wenn man die richtigen Stellen kennt und den Zeitpunkt für einen Besuch klug wählt. Wer das Stürmische sucht, der kommt zum See, wenn es kühl, wolkenverhangen und windig ist. Dann ist man sogar zur Hauptsaison fast allein unterwegs, die Wellen rauschen, die Weiden biegen sich im Wind, der einem ins Gesicht bläst. Weit draußen kämpft sich das Ausflugsschiff durch den hohen Wellengang, die Touristen hängen über die Reling und lachen Bröckchen. Die Besatzung ist währenddessen bis in die Fußspitzen angespannt, jederzeit bereit, sich, die Touris und das Schiff gegen die berüchtigten Piratenbanden zu verteidigen, die sie schon so manches Mal überfallen haben... äh ... oh ... tschuldigung, da ist jetzt wohl die Phantasie ein bisschen mit mir durchgegangen. Sooo abenteuerlich ist es dann doch nicht. Aber fast! Die Gedanken fliegen, wenn man sich an den Strand setzt und aufs Wasser schaut. Alles könnte möglich sein ... 

Wir waren am großen Brombachsee, sind von der Arche an der Hauptsperre am Wildstrand entlang in Richtung Enderndorf gelaufen. 

 

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