Ich habe beschlossen, dass es jetzt genug ist, mit dem Krankenstand. Da ist nämlich was, auf das ich wahnsinnig neugierig bin. Die Fufi hat mir ein neues Geschirr spendiert, ein Designerstück, extra für mich angefertigt. Das edle Stück soll meine natürliche Eleganz dezent unterstreichen und das an ganz besonderen Orten. Ich muss doch unbedingt wissen, wie es mir steht, meint ihr nicht? Also hab ich die Fufi so lange bequatscht, bis sie mit mir ins Auto gestiegen und zur nächsten Klosterruine gefahren ist. Ich denk, das Ergebnis kann sich sehen lassen. Klosterruine, das ist ja noch eine Steigerung zur Burgruine find ich und wenns dann auch noch gotisch ist, dann ist es doch beinahe so, als hätten sie das extra für die Fufi und mich hingezimmert.... einfach nur Klasse! Und der Spaziergang danach am alten Kanal war auch super. Trotz Schleppe. Die muss im Moment noch dran bleiben, bis diese elende Daumenkralle noch besser verheilt ist. 

Wir waren in Gnadenberg im Lkr. Neumarkt i.d.Opf und haben die Klosterruine des Birgittenordens (Erlöserorden, schreibt sich echt so) besichtigt. Eine Ausflugsempfehlung mit gefühlt fünf Millionen Extrasternchen. 

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Bei strahlendem Sonnenschein und herrlichen Raureifbildern sind wir abgefahren, aber ach! Je näher wir unserem Ziel kamen, desto weniger blieb von der Sonne und dem Raureif übrig. Es wurde dunkel und düster. Die Luft war kalt und durch die Bäume fauchte der Wind. Unter unseren Füßen raschelte das halbgefrorene Laub, man sank mit jedem Schritt tief darin ein (schon klar, dass wir mal wieder weglos unterwegs waren, oder?!). Es roch nach sehr vielem, ganz besonders aber nach ruheloser Vergangenheit. Dann kam der Nebel. (Vollkommen natürlichen Ursprungs, niemals ein kleiner Trick der Fufi fürs Foto!!) So zeigte sich uns die Ruine der Burg Ehrenfels: kalt, verlassen, jedoch wohl nicht ganz unbewohnt. So ganz geheuer wars mir da oben nicht. Der Fufi auch nicht. Spätestens als wir durch den Halsgraben gingen und es sich urplötzlich so anhörte, als ob direkt hinter uns etwas auf den Boden springen würde - aber nichts zu sehen war - hat es uns fast gereicht. Vollständig bedient waren wir aber erst, als wir über die Fundstücke des Tages stolperten. Klauen. Zwei Stück, faustgroß, gebogen, wie im Zupacken erstarrt... nein, wir haben die Beine nicht in die Hand genommen, sondern sind in geordneter Formation zügig abgerückt... Wie? Was es mit den Klauen auf sich hat? Was wohl?! Wir sagen doch schon seit langem, dass es Drachen und ähnliches Getier an diesen alten Plätzen geben kann!!! Wollt ihr nicht glauben? Gut, dann die Variante für die Realisten. Es waren wohl erfrorene Erdsterne, also Pilze. Aber mal ehrlich: die andere Erklärung ist doch um Längen packender! :D

Wir waren auf der Burgruine Ehrenfels bei Beratzhausen in der Oberpfalz. 

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So sind wir heute dahin geschlichen. Im Schneckentempo. Kaum ein Kilometer, den wir nicht irgendein dahin kriechendes Hindernis vor uns hatten. Überholen natürlich Fehlanzeige. Und wenns kein Hinternis war, dann wars der dichte Nebel, der - wie es den Anschein hatte - vollständig nach Lust und Laune agierte: Vorhang auf, Sonne an, Vorhang zu, Sonne aus. Licht natürlich gleichlautend. Naja, irgendeiner von uns sieht in allem ja stets das Positive (kleiner Tipp: die Fufi und ich sinds nicht) und der murmelt irgendwas davon, dass es doch gerade deshalb möglich war, die herrlichen Nebel/Licht/Schattenbilder zu genießen, die dadurch entstanden sind. Die Fufi meint dazu nur knochentrocken, dass wir leider nicht langsam genug waren, um vom Auto aus die herrlichen Nebel/Licht/Schattenbilder fotografieren zu können. Knurr. 

Jedoch: dann endlich am Ziel haben wir gerade noch die letzten Nebelfetzen mit Sonne am Objekt unserer Begierde festhalten können. Die Ruine einer Kapelle im Landkreis Ansbach. Sehr sehr schön. Da waren wir uns dann wieder einig. Die Fufi, ich und der unbekannte Optimist in unserer Runde. 

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15
Jan
Reingemogelt

Heute haben wir mal wieder die Landkreisgrenzen hinter uns gelassen und uns bei Neuburg an der Donau herum getrieben. Da steht in einem schattigen Tal eine Ruinenkirche, die wir schon länger auf dem Plan stehen hatten. Ein besonderer Ort, das muss man schon sagen! Still und erhaben. Wir haben mich einfach mit reingemogelt, in diese sehr spezielle Kirche. Ein kleines Abenteuer ... ;) Dann noch eine schöne Wanderung ... was will ich mehr?! 

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14
Jan
Laubenbuch

Klein aber fein. So hätte ich auch titeln können und es wäre zutreffend gewesen. Aber ich habe mich dafür entschieden, dass der Name Programm sein soll. Laubenbuch nähmlich. Das ist ein kleines Naturschutzgebiet bei Rothenstein im Lkr. Weißenburg. Wir waren da sicher nicht zum letzten Mal. Home of Hepatica wäre auch ein Titel gewesen. Dort gibt es waaahniiiiniiig viele Leberblümchen. Muss zur Blütezeit ein Traum sein! Dazu die alten Bäume, die von dichtem Moos bedeckten Stämme der Gefallenen - es ist diese Mischung aus Leben und Tod, dazu das sieche Licht der noch unmotivierten Sonne ... das schafft eine ganz eigentümliche Stimmung. Ich bin immer ganz froh, wenn wir an solchen Orten unter uns bleiben. Ein oder zwei Eichhörner sind ja okay, drei Rehe vielleicht noch... und die Fufi, die darüber den Kopf schüttelt, dass Mitte Januar die Vögel in den Bäumen singen, als wärs schon Frühling.

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Heute haben wir uns bis nach Oberbayern gewagt, in den Landkreis Neuburg/Schrobenhausen. Dort hatte die Fufi ein hübsches Fleckchen Erde gefunden, mit einer Gruftkapelle auf einem Berg und einer alten Lindenallee, die hinauf führt. Am Fuß des Berges gab es mit dem Strudelloch sogar noch eine Höhle zu bestaunen. Ein herrlicher Weg am Ufer der Donau entlang, die im Sonnenlicht heute tatsächlich ganz schön blau gewesen ist! Die Farben... überwältigend! Ja, sowas sehe ich durchaus. Man hat ja schließlich Stil. Und ein gewisses Niveau!  

 

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10
Jan
Gartensaison

Wenn man mitten in der Nacht durch unser Gärtchen läuft, kommt man zu einer Stelle, an der man das Gefühl hat, in wahre Wolken von betörendem Duft eingehüllt zu werden. Ein wunderbares Erlebnis zu nächtlicher Stunde! Traumhaft geradezu. Ja klar, man kann dasselbe Erlebnis auch tagsüber machen, aber nachts ist es halt märchenhafter... da könnte man sofort wieder anfangen, von den Elfen zu fabulieren, von denen es im Gärtchen ja so einige gibt. Unterm Strich ist es aber schlicht die Winterblüte (Chimonanthus praecox), die in diesem Jahr so üppig blüht, wie noch nie und sogar der Winterheckenkirsche (Lonicera purpusii) duftmäßig die Show stiehlt. Ihr merkt, meine Lieben, worauf es hinausläuft: bei uns hat die Gartensaison begonnen. Jedoch, wenn ich es mir recht überlege ... hat die Gartensaison überhaupt nicht aufgehört. Es blüht immer was. Und wenns nur die Phantasie von der Fufi und mir ist! :)

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Wir haben noch eins gefunden! Gar nicht mal so weit von uns entfernt, recht hübsch, recht versteckt im Wald oberhalb von Simmelsdorf. Obwol ausgeschilderte Wanderweg hin führen, war es zumindest bei unserem Besuch still und einsam. Genau so, wie man es an einem solchen Ort haben möchte. Wir haben einen sonnigen Tag erwischt, die Sonne hat ein paar recht ansehnliche Licht/Schatten/Wald/Bäumestimmungen gezaubert. Herrlich! Solche Tage könnte ich gern öfter haben!! Ja, zur Zeit ist mir die Sonne recht. Jetzt glüht sie ja auch nicht sinnlos runter.... 

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02
Jan
Jurahaus

Heute gabs mal was ganz Neues! Ich war nämlich im Museum! Ja, Herrschaften, ich. Dass ich kulturell interessiert bin, ist mittlerweile ja hinlänglich bekannt. Und weil ich ein engagierter Hund bin, setze ich mich natürlich auch für Dinge ein, die mir am Herzen liegen! Das Jurahaus zum Beispiel. Schon mal Jurahäuser näher begutachtet? Die sind einfach nur schön. Und dann gibt es in Mühlbach bei Dietfurt die Obermühle, die zu einem kleinen, aber feinen Museum ausgebaut worden ist. Und genau da durfte ich mit rein! Hat mir sehr gut gefallen. Sehr interessant und völlig faszinierend auch der Quelltopf des Mühlbaches mit dem weit reichenden Höhlensystem. Da war ich aber nicht drin. In dem Höhlensystem. Würde mich aber wahnsinnig reizen! Auf dem höhlenkundlichen Wanderpfad hat man so einiges davon erschnuppern und erlauschen können. Vielleicht lass ich mich ja zur Höhlenforscherin ausbilden! Aber halt! Da war ja noch der Mühlbach, der Höhlenbach. Will heißen, da holt man sich nasse Pfoten und am Ende noch dreckverschmiertes Fell ... hmmmm ... ich glaub, ich werd doch lieber Botschafterin des Jurahauses...  

Wir waren in Mühlbach bei Dietfurt, sind den höhlenkundlichen Wanderweg gegangen. Felsen, Abgründe, Nebel und Raureif. Sehr bezaubernd. Und ein kleines, verlorenes Kapellchen haben wir - so ganz nebenbei - auch gefunden... 

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Ich hoffe, ihr seid alle gut ins neue Jahr gekommen. Wobei ich ehrlich gesagt, nicht so richtig verstehe, was daran so besonderes sein soll. Ein neues Jahr ... es ändert sich doch überhaupt nichts, außer einer Zahl. Deshalb so ein Tamtam machen?? Ich möchte euch mal sehen, wenn wir Hunde anfangen würden, den Tag des Knochens zu feiern und deshalb reihenweise Katzen in die Luft jagen... hmmm ... wenn ich es mir recht überlege, wäre das vielleicht gar nicht mal so verkehrt ... muss ich beim nächsten Treff in der Hundeschule mal ansprechen... ;)

Davon abgesehen, gibt es heute zwei Tage zum Preis von einem, denn die Fotos von gestern haben es nicht mehr rechtzeitig auf die Homepage geschafft. Gestern waren es die schönen Sinterterrassen der Lillach bei Weißenohe, die uns gefallen haben. Heute hatten wir wieder einmal Wetterglück: Sonne und Raureif. Der Petersgmünder Weiher war unser Ziel, ganz nah, ganz einfach, ganz schön.... 

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Heute haben wir einen ziemlich großen Kreis gezogen, doch das hat sich gelohnt! Auch wenn es einen Pferdefuß dabei gab. Die Jagd. Damit meine ich ausnahmsweise nicht unsere eigene, kleine Jagd nach tollen Zielen und Motiven, sondern die richtige Jagd. Wenn da also irgendwo Typen mit scharfen Waffen herumlatschen und nur darauf warten, auf irgendwas zu ballern, das sich im Unterholz bewegt, bleibe ich lieber an der Schleppe. Auf den Fotos sieht das halt nicht so toll aus. Aber bevor ich anfange, mich darüber zu ärgern, komme ich lieber zum "Grandios" des heutigen Tages. Das war es nämlich wirklich. Angefangen bei DEM Lost Place schlechthin, das Mausoleum Z. Das Mausoleum, das fast jeder kennt, der sich ein bisschen mit den aus der Zeit gefallenen Orten beschäftigt. Liegt sehr versteckt im Wald, ist schwer zu finden... vielleicht ganz gut so. Es ist nämlich der absolute Hammer und die Vandalen sind natürlich schon da gewesen. Sie haben die Erhabenheit dieses Ortes aber nicht mal ansatzweise antasten können. Eine Atmosphäre herrscht dort, die ist kaum zu beschreiben. Über allem Irdischen stehend, thront das Mausoleum majestätisch auf seinem kalten Platz in der Mitte des Waldes. Und weil das so ist, bleibe ich bei Mausoleum Z, denn das ist wieder so ein Ort, dessen Ruhe nicht zu sehr gestört werden sollte.

Unsere Reise ging weiter, wir fanden ein sehr sonderbares Gebäude neben der Straße im Wald. Leider verschlossen. Wir haben keine Ahnung, was es ist, wozu es da steht und warum. Die Funktion des Landschaftsparks von Bettenburg bei Hofheim in Unterfranken, und das sei die Ortsangabe für heute, ist klar. Da hat Christian Freiherr Truchsess von und zu Wetzhausen für seine "Bettenburger Tafelrunde" literarische Treffen veranstaltet und dafür den passenden Rahmen zusammenzimmern lassen. 1789 hat er damit begonnen. Schön ist er geworden, sein Landschaftspark. Und sieht jetzt, mit dem gewissen Flair der Verwitterung so richtig gut aus! Klare Ausflugsempfehlung, auch wenns ein bisschen weit ist. 

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Weihnachten haben wir gut hinter uns gebracht und sind heute direkt wieder auf Entdeckungsreise gegangen. Das hat mir gefehlt, während der Feiertage, das kann ich euch sagen! Dafür sind wir heute in die Vollen gegangen. Unser zweites Mausoleum, Häuser der Vergangenheit (klingt doch deutlich besser als Bruchbuden, oder?), ein Schloss, eine Burgruine, ein verlassener Wohnwagen und das Rätsel von Gleisen ohne Ziel mit Lokschuppen im Nirgendwo. War schon wieder total spannend! Nachdem es wieder ein paar aus der Zeit gefallene Schätzchen gibt, ist es mit der Ortsangabe ein bisschen kniffelig. Das Schloss steht in Rügland. Der Rest ... befindet sich im Landkreis Ansbach. 

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23
Dec
Weihnachten

Liebe Leute, aus aktuellem Anlass wünsche ich euch ein schönes Weihnachtsfest mit vielen gebratenen Gänsen und tolle, entspannte Festtage mit gaaaanz viel leckerem Essen. Die vielen Kalorien müssen später natürlich bei langen Spaziergängen und Wanderungen, Fotojagden wieder abtrainiert werden und da komme ich ins Spiel. Rein zufällig natürlich. 

Frohe Weihnachten, meine Lieben! 

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In der Nähe von Spalt hatten wir heute wieder Wetterglück. Eine wunderbare Raureifstimmung, mit Nebel und Sonnenschein durften wir erleben. Ein vergängliches, kleines Glück. Im Wald bei der Felsenschlucht war es zumindest mit diesem Zauber vorbei. Natürlich wohnt einem so dramatischen Szenario wie dem Schnittlinger Loch eine ganz eigene Magie inne. Rauh, wild und irgendwie unerbittlich. Das totale Kontrastprogramm, diese harten Schnitte zwischen verträumt romantisch, dann wildes Felsenlabyrinth und dann wieder sanft an der kleinen Kapelle oberhalb. Wir haben heute so nebenher ein neues Fass aufgemacht: Kapellen, Bildstöcke, Flurkreuze und natürlich auch Sühnekreuze. Wenn die keine aus der Zeit gefallenen Plätze markieren, dann weiß ich auch nicht! Ein Beispiel? Ja klar, kein Problem. Sühnekreuze zum Beispiel, wurden an Orten errichtet, an denen eine Gewalttat verübt wurde. Flurkreuze erinnern an den Tod oder an ein schlimmes Erlebnis. Die Bildstöcke scheinen zahmer zu sein, wollen zum Innehalten auffordern oder zum Gebet, sehen aber oft ziemlich gut aus. Außerdem weiß ich von mindestens einem, an dem es nicht mit rechten Dingen zugehen soll. Und dann sind da noch die Kapellen. Die sind meist das Ziel von Prozessionen im Jahreslauf und irgendwie ... rührend in ihrer Schlichtheit. Uns gehen die Ziele nicht so schnell aus. Hoffe ich. 

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Es klingt bekannt: im Heimatort hat es ein wenig Raureif. Nachdem der Heimatort eher für milde Witterung bekannt ist, die Fufi und ich aber gerne Raureifbilder haben möchten, fahren wir höher rauf, dorthin, wo wir mit Winteranwandlungen vor kurzem schon zwei Mal Glück hatten. Ergebnis: gar kein Raureif, ganze 3 Grad wärmer als im Heimatort. Na gut, dann eben ohne Raureif. Wir haben uns auch so gut unterhalten und am Ende den verschollenen Objektivdeckel wiedergefunden, den die Fufi letzte Woche verloren hatte. Dabei waren wir gar nicht am selben Ort ... 

Wir waren bei Waizenhofen auf der Hochfläche, sind runter bis nach Gebersdorf und wieder rauf. 

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Zugegeben, ein ganz kleines bisschen waghalsig ist das heute schon gewesen. Über Stock und Stein, durch Schlamm und Morast haben wir uns gekämpft, haben wie immer alles gegeben, für ein paar gute Fotos! Spannend wars! Sehr spannend sogar. Ein stillgelegter Steinbruch - hohe Felswände, wirre Steinlabyrinthe und ein Meer von dürrer Goldrute über moosüberzogenem Geröll. Es hat schon was, wenn sich die Natur einen verlassenen Ort zurück holt. Allerdings hätten die Fufi und ich es gern gesehen, wenn die Natur sich erstmal um den Lehm und den Schlamm da gekümmert hätte. Was ist denn zum Beispiel mit den Schlammspringern? Wäre das nix für die? Wie? Das sind Fische? Ja und? Zum einen leben die amphibisch und zum anderen hat sich an dem Ort, an dem wir heute waren, schließlich vor Urzeiten das Tethysmeer befunden! Also wenn das nicht ausreicht...

Um uns nach Kräften einzusauen, waren wir in einem aufgelassenen Steinbruch im Lkr. Weißenburg. 

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Heute hatten wir so gut wie alles. Morgennebelstimmung als Vorspeise, einsame Wasserwelt als Hauptgericht, ein offenes Kapellchen zum Nachtisch und dann als Nachschlag das Sahnehäubchen: unser erstes Mausoleum! Das Wetter war sowas wie der begleitende Champagner zum Menü. Woher ich von all diesen Menschenbräuchen rund ums Essen weiß? Hab ich noch nicht gesagt, dass ich eine Feinschmeckerin bin? Ich war schließlich schon mehrmals im Restaurant! Natürlich weiß ich solche Sachen! 

Wir waren im Landkreis Roth unterwegs - und haben uns darüber gefreut, dass es doch immer noch möglich ist, Dinge zu entdecken, die uns bisher entgangen sind! Das ist immer wieder spannend! Und auch ein Fingerzeig, dass man nicht zwingend über dem Tellerrand raushängen muss. Manches (wenn auch wahrscheinlich nicht mehr viel) verbirgt sich hier doch noch! :)

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13
Dec
Schnee!!!

Folgendes Szenario: man möchte Fotos vom Hund im Schnee machen und verlässt den Wohnort, an dem immerhin 0,5 cm der weißen Pracht liegen geblieben sind. Nun ist der Wohnort nicht gerade für berauschende Schneehöhen bekannt, also begibt man sich dorthin, wo man mehr vermutet. Ergebnis: 0,0 cm Schnee. Also fährt man höher rauf. Auf die Hochfläche. 0,7 cm Schnee. Und der Wald klingt wie das Meer. Ein endloses Rauschen und Wogen im Wind. Das allein hat die Anfahrt gelohnt - es klang sehr beeindruckend. Nun hätten wir den finsterdunklen Wolken, die aufzogen, etwas mehr Beachtung schenken können, haben wir aber nicht. Wir wollten zu den Felsenkellern, die wir schon öfter im Vorbeifahren bestaunt hatten. Nun, die Fufi und ich latschen also durch den Wald, der das Meer gibt und kaum haben wir die Keller erreicht, bricht ein Schneesturm los. Hat uns aber nicht weiter gestört, obwohl die Fufi sich gewisser Gedanken über die Rückfahrt nicht hat erwehren können. Immerhin waren wir ganz oben und die Straße die wieder runterführte, war eng, steil und sehr kurvig. Ja, wir sind am Stück wieder daheim angekommen. Aber ob uns auf jener engen, steilen, kurvigen Straße der riesige Holzlaster auch entgegen gekommen wäre, wenn heute nicht Freitag, der 13. wäre, darüber denken wir noch nach! 

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Heute hatten wir das Vergnügen, mal wieder eines dieser herrlichen alten Bauernhäuser von innen zu sehen! Die Fufi hat sich fototechnisch völlig austoben können. Die Treppe nach oben war, mir ...hm ... ein bisschen suspekt. Aber logo, dass ich die dann doch hochgelatscht bin. Am Ende hätte ich noch was verpasst!! Von meinem eigenen Fotoshooting. Geht ja gar nicht! Also rauf. Nur ... runter musste ich ja auch wieder. Aber wie man sieht, habe ich auch das glänzend hinbekommen. Es war herrlich in diesem alten Haus! So viele Erinnerungen ... manchmal noch fast greifbar. Wirklich schön. Wir mussten uns richtig überwinden, um da wieder rauszugehen! 

Natürlich wie immer: keine Ortsangabe. 

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Eine Baustellenruine und ein ganz spezielles Dorf, das war unser Programm von heute. Zuerst haben wir uns die Baureste angesehen. Ein Kuriosum! Zwei Brückenpfeiler, die nie fertig gestellt wurden, von der dazu gehörigen Brücke ganz zu schweigen und ein Bach, der von einem sinnlosen Tunnel überspannt wird. Tropfsteine wachsen da jetzt von der Decke, es ist still und dunkel. Fast ein bisschen beklemmend, besonders, wenn man weiß, dass diese Bauten von polnischen Kriegsgefangenen gemauert wurden. Nachdem wir uns bei einem Spaziergang etwas aufgelockert hatten, gings weiter in den nächsten Ort. Da wurde es dann erst richtig komisch. So ein eigentümliches Dorf, mit aufällig vielen, verfallenden Häusern. Stumm sterben sie vor sich hin und geben einen sonderbaren Rahmen für das Dorfleben ab. Es war ziemlich still dort, um die Mittagszeit und recht leer. Der graue Dezembertag hat natürlich sein Übriges dazu getan, so dass uns, der Fufi und mir, nichts besseres eingefallen ist, als dem Ort den Namen "das Dorf der sterbenden Häuser" zu geben ... 

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Reingestolpert sind wir da heute buchtstäblich. Dabei wollte die Fufi gar kein großes Ding machen. Aber dann hat das Licht gepasst und plötzlich waren wir bei dem nächsten Druidenstein und dem nächsten Felsloch. Letzteres tat sich natürlich nicht unvermittelt unter unsere Füßen auf, sondern trat in Gestalt einer Öffnung in einem Felsblock in unser Gesichtsfeld. Logo, dass wir uns da sofort reinbegeben  haben. Was genau es war, wofür es angelegt wurde - keine Ahnung. Teilweise war es echt zum Kreischen! Ein enger Gang, der immer niedriger wurde, einen scharfen Knick machte, nur um dann zu enden. Am Fels Kratzspuren, als habe sich ein großes Wesen hier einen Unterschlupf gegraben. Oder es war ein Keller für die Bewohner ... tja. Da fängt es an zu hinken. Die nächsten Ortschaften sind nicht wirklich so nah, dass sich ein Keller lohnen würde .... den Rest überlasse ich eurer Phantasie... 

 

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Abwechslungsreich war das heute, das muss ich schon sagen! Erst waren wir mit den Freunden aus der Hundeschule unterwegs und dann haben wir - endlich, endlich! - in einem sakralen Rahmen fotografieren können! Das hat die Fufi sich ja schon lange gewünscht! Zuvor noch ein wenig die Gruselschiene bedienen ... das passte perfekt! Da gibt es in einem Wald im Landkreis Fürth eine Art Felsenkeller, der früher den Arbeitern in den nahen Steinbrüchen als Unterstand diente. Später wurde die Sommerresidenz für Freiheitsliebende draus. Es gibt aber auch Stimmen, die sagen, dass es sich dabei um eine gemauerte Gruft handeln würde... glauben wir halt, was wir wollen ... eigentümlich ist der Platz in jedem Fall. Außerdem sahen wir noch einen Druidenstein, der nicht weniger geheimnisvoll bleibt. Ein schöner, runder Tag. Hat sich voll gelohnt. 

 

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Ein merkwürdiges Gebäude ist es, dieses neugotische Mahnmal für die Gefallenen des ersten Weltkrieges. Mitten in den Wald hat man es reingepflanzt. Es sitzt da zwischen den Bäumen, grau inmitten grauer Baumleiber. Man sieht es erst, wenn man schon fast davor steht. Und dann spürt man es. Still, totenstill. Schwermütig. Verloren, absolut verloren. Fast vergessen. Die Toten eines Krieges. Vergessen. Mich hat das bewegt. Ich hatte zeitweise den Eindruck, dass sich die verlorenen Seelen dieses Platzes, nach jemandem sehnen, der sie bewacht ... deshalb war ich recht froh, als wir von da weg gekommen sind. Als Zerberus-Verschnitt eigne ich mich doch nun wirklich nicht! Wir haben später noch einen anderen Platz gefunden, der in seiner ganzen Art das völlige Gegenteil des Mahnmals war. Obwohl verlassen, war er doch voller Leben, aus jeder Ritze flüsterte Zukunft. Und den einzigen, für mich richtigen Stuhl haben sie auch hingestellt! 

Und dann haben wir noch jemanden gefunden, der - und seine Kollegen - die perfekte Ergänzung zu den Lost places ist! Lost souls haben wir die Herrschaften als Gruppe mal genannt. Es sind - Überraschung! - alte Bäume. Die haben wirklich was erlebt, sind zum Teil ein paar Hundert Jahre alt ... wenn die reden könnten, hat die Fufi gesagt! Völlig faszinierende Persönlichkeiten, die wir ab sofort in unsere Jagd mit aufnehmen. Nicht mehr nur verlassene Plätze, sondern nun auch alte (und viel zu oft auch vergessene) Bäume! Herrlich! Es hört nicht auf! 

 

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Dass heute Nikolaustag ist, war der Fufi schon bewusst, aber sie dachte, sie sei dem allmählich entwachsen. Aber weit gefehlt! Der Herr Nikolaus hatte für uns ein Geschenk, das - ehrlich gesagt - seinesgleichen sucht! Eine Wetterstimmung ... mir fehlen jetzt noch die Worte! Bäume, über und über voll mit Raureif, zentimeterdick! Dazu immer wieder Fetzen von blauem Himmel und ein wenig Sonne, bevor Nebelschwaden alles ins Geheimnisvolle tauchten. Die Fufi ist quasi mit der Kamera in der Hand aus dem Auto gefallen und hat sofort angefangen, zu fotografieren. Ich habe mehr nach Nikolausmäusen geschaut, aber denen wars wohl zu kalt. Jedenfalls sind wir reich beschenkt nach Hause gekommen. Diese Schönheit sehen zu dürfen, sehen zu können - darüber sind wir sehr glücklich! Vielen Dank, lieber Nikolaus, sagen wir also! 

Wir waren bei Reinwarzhofen oberhalb von Thalmässing. 

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Heute hat der Winter zum ersten Mal die Zähne gezeigt. Raureif sagt die Fufi, ich sag Winterzähne. Sieht ja auch ein bisschen so aus. Als ob Blätter, Gräser, vergangene Blüten und Bäume mit kleinen, spitzen Reißzähnchen gesäumt wären. Hat mir gut gefallen! War zwar ein bisschen kühl am Hintern und an den Pfoten, aber was solls. Die Fufi hat sich auch nicht abhalten lassen. Eiskalt ist sie in einen morastigen Wasserlauf reingelatscht, weil sie genau von dort ein besonders gutes Foto von mir machen konnte. Ist immer wieder ne Schau, was sie alles auf sich nimmt, für besagtes, gutes Foto. Aber eigentlich steh ich ihr da auch nicht nach. Wir nehmen unseren Job ziemlich ernst! 

Wir waren in Allersberg, haben uns den Kreuzweg dort angeschaut und sind anschließend im Umland unterwegs gewesen. 

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Heute sind wir mit nicht weniger als dem Wunsch ins Gärtla (=fränkisch für Gärtchen) gegangen, dort vorweihnachtlich angehauchte Fotos zu machen. Einfach so. Am hellichten Tag. Und was soll ich sagen?! Wir haben das tatsächlich da draußen gefunden! Vorweihnachtlich, meine ich! Was das Gärtla so alles her gibt! Man staunt immer wieder! Wir hoffen sehr darauf, dass im nächsten Gartenjahr endlich mal der Geldbaum aufgeht. Okay, erwischt. Ich warte außerdem darauf, dass einer mit gekochtem Fleisch heranwächst... 

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30
Nov
Zwischenwelt

Es war ein zwiespältiges Erlebnis heute. Ein alter Gutshof, der sich im Zustand des Verfalls befindet. Soweit, so Lost Place möchte man meinen, aber ganz so einfach war es nicht. Der Hof - ein traumhaft schönes Gebäude - verfällt, mit dem eigenen morbiden Charme, den solche Gebäude dann entwickeln. Nur ... das Gehöft ist noch bewohnt! Ein vergessener Ort, obwohl nicht verlassen. Das ... hat mich mit ganz komischen Gefühlen erfüllt. Wie mag es sein, in einem Haus zu leben, das voller Vergangenheit, aber ohne Zukunft ist? Ein Platz, an dem hinter jeder Ecke garantiert ein Gespenst hockt, nirgendwo aber ein Traum? Ja, ich weiß, das sind sehr tiefgründige Gedanken. Ich bin sie dann aber auch sehr schnell wieder losgeworden, als wir das Umfeld dieses Ortes verlassen hatten und es einfach nur noch Fährten gab. Da hab ich mich ganz schnell auf was anderes konzentrieren müssen, als auf zusammenbrechende Gemäuer! 

Wir haben Mitleid mit dem Bleimerschloß bei Kraftsbuch in der Nähe von Greding. 

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Bis zum heutigen Tag habe ich noch nie ein unglückliches Gebäude gesehen. Offen gestanden, habe ich es nicht für möglich gehalten, dass es sowas überhaupt gibt. Ich meine ein Haus - hallo? Ich will nicht behaupten, dass alle Gebäude Gefühle haben (wer will schon eine Garage mit Stimmungsschwankungen??), aber das vergessene Schloss, bei dem wir heute waren, hatte definitv welche. Es sah so traurig aus. So verloren. Einst eine stolze Sommerresidenz, ein Prunkstück, ein Prestigeobjekt. Wie es passieren konnte, dass es schließlich so völlig vergessen wurde, kann ich nicht sagen. Seit 2011 steht es leer. Ich denke, da fing es an, mit der Trauer, mit der Sehnsucht danach, wieder mit Leben erfüllt zu werden. Und es wurde erhört! Engagierte Leute erinnerten sich an das Schloss, begannen es zu restaurieren, realisierten Veranstaltungen dort. Ein ambitioniertes Projekt. Zwei, drei Jahre ging das gut, jetzt ist es wieder verlassen. Stumm, kalt und wahnsinnig traurig. Versteht mich nicht falsch! Es ist wunderschön. Die Fufi hat sich auf der Stelle verknallt und hat es sofort als ihr Traumhaus bezeichnet. Aber auch sie hat die Schwermut gespürt, die den Ort umgibt. Ganz besonders haben wir das empfunden, als wir vor der Front des Schlosses standen, umgeben von den Ruinen des vor einigen Jahren wieder angelegten Gartens. Der wilde Erigeron dominiert und irgendwie passt er da auch hin. Ein fast melodramatischer Anblick! Und dann das: für einen Moment kam die Sonne durch die Wolken, streifte die kalten Mauern. Da war es, als ob das Gemäuer aufleuchten würde, als ob es aufatmen würde, sich regen und ja, haltet mich ruhig für gaga, als ob es ein klein wenig lächeln würde. So haben wir es in Erinnerung behalten. 

Nachdem dieser Ort so speziell, so verletzlich ist, werde ich nicht nur nicht sagen, wo in etwa er sich befindet, sondern werde außer der Erwähnung, dass das Schloss irgendwo in Franken steht, keine weitere Ortsangabe machen.  

 

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Ja natürlich, zu allem anderen, auch noch das. Ich interessiere mich für Erdgeschichte. Besonders wenn sie in Form eines riesigen alten Steinbruchs in Erscheinung tritt. Allein wegen meiner Vorliebe für erhöhte Standorte finde ich das schon toll. Das heute war allerdings schon sehr erhöht und als Standort ziemlich verschärft. Steht man unten und schaut rauf, ist man ein Zwerg. Bestenfalls. Ist man oben und schaut runter - wünscht man sich Flügel. Oder fünf Meter weiter nach hinten. Wir haben uns nur ein Mal etwas (!) näher an den Rand gewagt, um das Labyrinth, das ein kolossaler Künstler auf dem Boden tief tief unten aus Steinen gelegt hat, anzusehen. Wie das Labyrinth in der Kathedrale von Chartres hat es ausgesehen. Im Grunde genommen haftete dem Steinbruch schon etwas an, das an eine Kathedrale erinnerte. In gewisser Weise jedenfalls. Die Akkustik war auch ganz ordentlich. Und alles dick und fett eingehüllt von Nebel. Düster war es wieder, aber heute habe nicht mal ich damit gerechnet, dass ein Seeleopard auftaucht. 

Wir waren bei Bayerns schönstem Geotop (Originaltext Infobroschüre), dem von Arzberg, im Altmühltal. Klare Ausflugsempfehlung.

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25
Nov
Nebelsee

Der Anblick, den der Brombachsee heute bot, war schon etwas spezielles. Vollkommen in Nebelschwaden eingehüllt, grau in grau, kaum noch Konturen erkennbar. Eine sonderbare Stimmung war das. Geräusche schienen geschluckt zu werden, es war, als ob es nur das Wasser und eine endlose Weite geben würde, die man niemals ermessen kann. Bisschen gruselig (ja logo, wo wir sind, ist es automatisch gruselig... das könnt ihr jetzt deuten, wie ihr wollt ...) war es schon, denn das Wasser wird bei solchem Wetter tintenschwarz. Saublöd, wenn man am Abend zuvor eine Doku gesehen hat, in der dieser unheimliche, riesige Seeleopard vorkam, der lautlos unter Wasser schwimmt, kurz auftaucht, still auf ne Eisscholle gleitet und den Pinguin, der drauf sitzt... jaaa, ich weiß! Keine Eisschollen, keine Pinguine, keine Seeleoparden. Nicht hier. Nicht heute. Nur Schwäne. Und Enten. Und Angler. Und ... ? 

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