11
Fe
Finsterling
11.02.2021 16:14

Die Schnittlinger Eiche soll um die 300 Jahre alt sein und hat einen Durchmesser von 6,40 m. Keine von den ganz Großen, aber das ist auch ziemlich nebensächlich, wenn man den Baum besucht. Wir waren schon öfters dort und egal, wann wir auch kamen - im Sommer etwa, bei Sonnenschein und flirrendem Licht oder im goldenen Oktober - die Schnittlinger Eiche steht immer finster da. Woher dieser Eindruck kommt, kann ich nicht sagen, aber wir haben beide das Gefühl, dass irgendwas um und an dem Baum nicht ganz geheuer ist. Aber genau das ist die Faszination, die die Schnittlinger Eiche auf uns ausübt. Wir haben ja schon einige alte und besondere Bäume besucht und wissen, wie ruhig es unter ihnen normalerweise ist. Wir schwärmen davon ja immer wieder. Bei diesem Baum ist alles anders. Vielleicht wurde auch deshalb ein Maschendrahtzaun darum gezogen, damit niemand der Eiche zu nahe kommt. Ja logisch, die Erde rundum nicht verdichten, schon klar. Aber der Eiche hat das wohl nicht gereicht. Innerhalb des Zaunes ist der Boden bedeckt von dichtem Brombeergesträuch. Stachelbewehrt wuchern die Ranken über die Erde und würden jeden fernhalten, der auf die Idee käme, sich über den Zaun zu schwingen. 

Für uns eine klare Ausflugsempfehlung an alle, die unter großen, alten Bäumen nicht immer Ruhe und Frieden suchen. Zur Felsschlucht Zigeunerloch ist es von dort nicht weit, also sind wir hingegangen. Auf dem Rückweg kamen wir an Kirschengärten im tiefsten Winter vorbei. Gar nicht reizlos und auch einen Hauch zu düster. Vielleicht lieg das an dem Landstrich da oben ... Achja: Hans-Herbert hatte natürlich auch wieder seinen Spaß! Ich weiß nur nicht, ob er sich wirklich für Eiche, Schlucht und Kirschengärten interessiert hat, hat er sich doch verdächtig ausführlich auf dem neben der Eiche befindlichen Spielplatz herumgetrieben ... 

Heimlichwelt
Spukschloss

Kommentare


Datenschutzerklärung
powered by Beepworld