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Ok
Golf und rote Rosen
14.10.2019 16:22

Nun kommt es ja nicht so häufig vor, dass man sich als Hund auf Golfplätzen und Friedhöfen aufhält. Ich habe heute beides getan. In den Golfplatz sind wir mehr oder weniger hinein gestolpert, weil er uns im Weg war. Außen rum gehen war nicht. Also mitten durch. Die Fufi hatte immerhin ein Poloshirt an! Der Rest ... nicht ganz uninteressant, muss ich sagen. Da karren irgendwelche Typen dubiose Sachen in komischen Wägelchen umher oder schleppen schwere Taschen herum. Dann stellen sie sich hin, kramen einen Metallschläger aus ihrem Gepäck und schicken damit einen kleinen Ball auf Flugreise. Das hat mich interessiert! Der Ball und diese ominösen Gepäckwägelchen sowie die Taschen. Da hätt´ ich schon gerne mal einen Blick reingeworfen! Aber das hat sich nicht ergeben. Also sind wir weiter. 

Der Friedhof war schon eine ganz andere Hausnummer. Namentlich handelt es sich um den Rosenfriedhof. Der befindet sich in Dietkirchen/Opf. und wurde vom damaligen Pfarrer Johannes Weis gestaltet. Es gibt ausschließlich schmiedeeiserne Grabkreuze und alle Gräber sind ausschließlich mit roten Rosen bepflanzt. Ein wunderbarer, melancholischer, stimmungsvoller Ort den ich freundlicherweise betreten durfte. 

Und dann haben wir uns noch ein Geotop angesehen! Die Doggerfelsen bei Niederhofen, einen Steinwurf von Dietkirchen entfernt. Das ist eine Sandsteinfelswand samt Felsenkeller, mit einem der größten Gesteinsaufschlüsse im Eisensandstein. Ist als Geotop eingestuft und soll super wertvoll sein. Gehört mit 150 m Länge und 10 m Höhe offiziell zu den 100 bedeutendsten geologischen Naturwundern Bayerns. Es ist nur ein bisschen schade, dass sowas nicht besser wertgeschätzt wird. Da fällt einem offenbar nichts besseres ein, als direkt davor Wertstoffsammelcontainer aufzustellen, sowie einen Parkplatz für die Nutzfahrzeuge einer nahegelegenen Firma anzulegen. Sowas find ich schade. Von wegen geologisches Naturwunder Bayerns! Die Fufi hat sich sehr bemüht, die Felswand so zu fotografieren, dass man nur Naturwunder sieht.  

Den Rest der Wanderung bildeten wie immer am Wegesrand aufgelesene kleine Kostbarkeiten. 

Kartoffelsteppe
Es klappert die Mühle ...

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