22
Au
Urfranken
22.08.2019 15:42

So, Herrschaften, heute gibt es erstmal eine Ration Geschichte. Denn um zu verstehen, wo, wie, warum und wie oft wir uns heute auf dem fränkischen Dünenweg herumgetrieben haben, muss ich ein bisschen ausholen. Nicht, dass manch einer noch denkt, ich würde hier herumflunkern. Von wegen fränkischer Dünenweg (einen fränkischen Gebirgsweg gibts übrigens auch...) und so. Die Wahrheit ist, dass wir heute dort unterwegs waren, wo vor 10.000 Jahren (ja, Franken gibt es schon ein bisschen länger) im Zuge der letzten beiden Eiszeiten ziemlich heftige, frostige Winde hohe Dünen aufgetürmt haben, deren Reste man bis heute sehen kann bzw. durch deren Reste man hindurchstapfen kann. Mittlerweile hat sich daraus ein Lebensraum gebildet - für menschliche (Sandgrubengräber), tierische (blauflügelige Ödlandschrecke) sowie pflanzliche (Heidekraut-Zwergstrauchheiden) Spezialisten. Besonders beeindruckt hat die Fufi und mich das Heidekraut, das da fast flächendeckend wächst. Aber auch ein vollsandiges Areal war faszinierend. Die Sahara ist hier! Die Lüneburger Heide ist hier! Und eine Schlucht haben wir auch wieder entdeckt. Logisch. Was auch sonst?! Der Grand Canyon ist ... doch etwas weiter weg.  

Wir haben das Auto auf dem Pendlerparkplatz neben der Autobahnausfahrt der A6 Altdort/Leinburg geparkt und sind einen Teil der ersten Etappe des fränkischen Dünenwanderweges gegangen. Außerdem haben wir uns die Röthenbachklamm (auch Rumpelbachklamm - ich lach mich scheckig) angeschaut. Klein, fein und still. Ganz und gar nicht still ist die nahe Autobahn, deren Lärm immer wieder stört. Doch wenn man sich vorher drauf einstellt, gehts. 

 

Anderswelt
Nach dem Sturm

Kommentare


Datenschutzerklärung
powered by Beepworld