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Verrufen
20.11.2019 16:45

Der Ort, den wir heute aufgesucht haben, ist der mit Abstand geheimnsivollste, den wir bisher hatten. Verrufen ist der Platz, umgehen soll es dort - bestenfalls! Es hat dann auch recht sonderbar angefangen. Normalerweise gibt die Fufi die GPS-Daten eines Ortes, der nicht so einfach zu finden ist, in ihr Handy ein. Mittels Karte lotst das Ding uns dann hin. Nicht so hier. Die GPS-Daten ließen sich nicht speichern. Wanderung speichern - ist nicht. Kriegt das Handy nicht auf die Reihe. Die Fufi hat ab da bloß noch gegrinst. Logisch, dass wir vor Ort kein Netz hatten, oder? Andernfalls hätten wir ja die App nutzen können! Oh, nach ein paar Minuten doch ein Netz oder zumindest eine Ahnung davon. Das, was wir gebraucht hätten, wurde nur bruchstückhaft angezeigt. Der Berg ja. Die Kapelle nicht. Nur gut, dass die Fufi mit ihrer düsteren Vergangenheit schon mal dort gewesen ist. Mit dem hinkenden Handy, einer Landkarte und ihrem siebten Sinn, haben wir die Kapelle gefunden. Ein schöner, ruhiger Ort. Nichts von verrufen. Sehr still, vollkommen in sich ruhend, komplett aus der Zeit. Ein bisschen komisch war bloß, dass es sich zum Ende unseres Aufenthaltes so anhörte, als ob sich uns aus dem umgebenden Unterholz etwas, jemand (?) nähern würde. Kein Tier, hat die Fufi gemeint. Das hätte sich anders angehört. Wir haben das Feld geräumt. Z.z. Ziemlich zügig.

Ja, wir waren bei der  St. Ulrich-Kapelle auf dem Uhlberg bei Treuchtlingen. Und weil der Berg früher mal Eulenberg geheißen hat, habe ich heute natürlich mein Eulen-Halstuch getragen. Achja und nochwas: nachdem wir die Ulrichskapelle weit hinter uns gelassen hatten, war sie auf einmal wieder in der Karte auf dem Handy sichtbar... 

Nomen est omen
Friedhof der Arbeitsgeräte

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