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Von Sühnekreuzen, Bildstöcken und Kapellen
20.12.2019 16:22

In der Nähe von Spalt hatten wir heute wieder Wetterglück. Eine wunderbare Raureifstimmung, mit Nebel und Sonnenschein durften wir erleben. Ein vergängliches, kleines Glück. Im Wald bei der Felsenschlucht war es zumindest mit diesem Zauber vorbei. Natürlich wohnt einem so dramatischen Szenario wie dem Schnittlinger Loch eine ganz eigene Magie inne. Rauh, wild und irgendwie unerbittlich. Das totale Kontrastprogramm, diese harten Schnitte zwischen verträumt romantisch, dann wildes Felsenlabyrinth und dann wieder sanft an der kleinen Kapelle oberhalb. Wir haben heute so nebenher ein neues Fass aufgemacht: Kapellen, Bildstöcke, Flurkreuze und natürlich auch Sühnekreuze. Wenn die keine aus der Zeit gefallenen Plätze markieren, dann weiß ich auch nicht! Ein Beispiel? Ja klar, kein Problem. Sühnekreuze zum Beispiel, wurden an Orten errichtet, an denen eine Gewalttat verübt wurde. Flurkreuze erinnern an den Tod oder an ein schlimmes Erlebnis. Die Bildstöcke scheinen zahmer zu sein, wollen zum Innehalten auffordern oder zum Gebet, sehen aber oft ziemlich gut aus. Außerdem weiß ich von mindestens einem, an dem es nicht mit rechten Dingen zugehen soll. Und dann sind da noch die Kapellen. Die sind meist das Ziel von Prozessionen im Jahreslauf und irgendwie ... rührend in ihrer Schlichtheit. Uns gehen die Ziele nicht so schnell aus. Hoffe ich. 

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